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Geldern
Mitglieder des Issumer Kulturkreises im Forschungszentrum

Geldern. ISSUM 34 Issumer und Sevelener Bürger machten sich auf Einladung des Kulturkreises Issum mit dem Bus auf, um in Jülich eines der größten Forschungszentren Europas zu besuchen. Bereits im Bus wurden die Besucher durch Christina Padilla vom Kulturkreis betreut. Am Ziel angekommen überraschte zunächst die Größe des Geländes (etwa 2,2 Quadratkilometer) sowie die grüne, eher parkartige Anlage. Im großen Hörsaal erhielten die Besucher einen eindrucksvollen Vortrag über das Forschungszentrum und die verschiedenen wissenschaftlichen Projekte.

Träger der Einrichtung sind das Helmholtz-Zentrum, Gesellschafter zu 90 Prozent der Bund sowie das Land NRW. Mehr als 5500 Beschäftigte, davon fast 2000 Wissenschaftler, arbeiten dort. Menschen aus 39 Nationen kommen dort zusammen, um Grundlagenforschung im Energie- und Klimabereich, der Informatik, der Hirnforschung und vielen weiteren Bereichen zu betreiben. Ein Lob galt dem Mittagessen im technisch durchorganisierten See-Casino, dem Auftakt für den Besuch einer Reihe von Forschungseinrichtungen, etwa der Biotechnologie, der Plasmaphysik oder des Supercomputers.

Beeindruckend war, dass die Forschung einen starken Bezug zur Praxis hat, etwa in der Hirnforschung, wo Demenz oder Tinnitus erforscht werden. Auch wurde am Beispiel der Kernforschung deutlich, dass das Forschungszentrum im Lauf der Jahrzehnte seine Schwerpunkte anders gesetzt hat - von der ehemaligen "KFA" (Kernforschungsanlage) zu nachhaltigen Projekten wie zum Beispiel Kerosin aus Algen-Biomasse. Die Aktivitäten der vielfältigen Fachrichtungen, vor allem auf den Gebieten der Hirn-, Material- und Wetterforschung, sind ohne Supercomputer nicht durchzuführen.

Die Leistung des Supercomputers "Juqueen" entspricht der von mehr als 90 000 PC und ist damit auf dem Gebiet der zivilen Forschung der leistungsstärkste Großrechner Europas. Die Besucher zeigten sich sehr interessiert, was an der Zahl der Fragen abzulesen war. Durch die kompetenten Gästeführer - zwei Doktoranden aus der Fusionsforschung - konnten die Besucher von komplexen und zunächst als abstrakt empfundenen Aktivitäten vieles verstehen. Die große Zahl der Besucher zeigt, dass großes Interesse an der Forschung auf den Gebieten Gesundheit, Energie und Umwelt besteht.

Quelle: RP
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