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Issum
Motiv-Vielfalt in Sevelens Kulturscheune

Issum: Motiv-Vielfalt in Sevelens Kulturscheune
Barbara Haesters, Birgit Golitz und Monika Behrens (v.r.) mit einigen ihrer Bilder in der Kulturscheune. FOTO: gerhard Seybert
Issum. Die Künstlerinnen Monika Behrends, Birgit Golitz und Barbara Haesters zeigen ihre Bilder. Sie lernten sich bei einem Malkursus kennen. Thematisiert wurden Impressionen aus der Natur ebenso wie die Anschläge von Paris. Von Eva Onkels

"Hier ist die letzte große Freiheit auf der Leinwand möglich", erklärte Monika Behrends über ihre und die Bilder ihrer Künstlerkolleginnen Birgit Golitz und Barbara Haesters. Gemeinsam haben die drei Malerinnen am Sonntag in der Kulturscheune in Sevelen ihre neuesten Bilder vorgestellt. Einen thematischen Schwerpunkt gab es nicht, jede Künstlerin durfte zeigen, was sie wollte. Naturimpressionen, wie im Bild "The Secret", Feen- und Elfenwesen oder Blumen, eine richtige Motiv-Vielfalt.

Kennengelernt haben sich die drei Frauen bei einem Malkursus in der Kulturscheune in Sevelen. Die Einrichtung existiert seit 2002 und bietet unter anderem Malkurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Behrends ist bereits seit zehn Jahren in dem Haus an der Feldstraße tätig, Haesters seit fünf und Golitz seit vier.

Gemeinsam haben sie auch schon in der Kulturscheune ausgestellt. "Unser kleines Team ist hier zusammengewachsen", berichteten alle drei. Teilweise sind die ausgestellten Bilder in den Malkursen, teilweise im eigenen Zuhause entstanden. "Meine Bilder entstehen aus dem Gefühl heraus, sie drücken meine Gedanken und Gefühle aus", erläuterte Birgit Golitz. Titel gab sie keinem ihrer Werke. Zum Teil verarbeitete sie auch Neologismen in ihren Bildern, neugeschaffene Wörter. "Eigentlich hängen alle meine Bilder bei uns im Haus. Das gibt ein Gefühl von Erfüllung - auch wenn meine Familie nicht immer der Meinung ist, dass es tolle Bilder sind", erzählte sie aus dem Nähkästchen. Sie verkauft ihre Bilder auch, verhandelt aber nicht gerne über den Preis: "Das ist Kunst und kein Trödel", sagte sie bestimmt.

Die aus Kevelaer stammende Monika Behrends mag besonders ihr Bild "Lost Places". Das Bild zeigt eine verlassene Tankstelle im Regen, ist aber so verfremdet, dass es eine beruhigende Wirkung auf den Betrachter ausübt. "Ich male seit dem Kindergarten, hatte Unterricht in Holland und bin dann hier gelandet", erzählte sie. Eigentlich ist sie Betreuerin für Demenzerkrankte und hat auch schon Kunstprojekte zum Thema Demenz geleitet.

Die Anschläge von Paris hatte Barbara Heasters aus Sevelen in ihrem Bild "Peace" verarbeitet. "Bloß keine Angst machen lassen", war bei dem Bild ihr Motto. "Die Malerei ist etwas Schönes", so erklärte sie ihre Liebe zur Kunst, "ich kann mich darin ausdrücken." Und wenn ihr ein Bild einmal nicht gefällt, dann übermalt sie es auch. "Nichts ist festgelegt, auch nicht in der Kunst."

Beim Publikum sorgten einige der Bilder für Diskussionsstoff. Sowohl der Riss in der Leinwand als auch der Titel des Bildes "Major Tom", das eine Bleistiftzeichnung von David Bowie ist, wurden analysiert. "Der Riss ist Absicht", erklärte Malerin Behrends. Und der Titel stammt tatsächlich von Bowies Hit "Space Oddity", der von einem Astronauten im All erzählt.

Quelle: RP
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