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Geldern
Mr. Geldern: Wetten, er geht nicht so ganz?

Mr. Geldern: Eindrücke aus 42 Jahren
Mr. Geldern: Eindrücke aus 42 Jahren FOTO: privat
Geldern. Heute ist der letzte Arbeitstag von Gerd Lange. 42 Jahre hat er Geldern als Marketingleiter mit Veranstaltungen nach vorne gebracht und die Werbetrommel gerührt. Die Stadt hat ihm viel zu verdanken. Eine Huldigung. Von Lutz Küppers

Bunter Hund. Schlagersänger. Karnevalsprinz. Moderator. Liebenswerter Quasselkopp. All' das könnte man über Gerd Lange sagen. Es wäre ziemlich korrekt. Und trotzdem ist an dem heutigen Tag, wo der Marketing-Chef seinen Schreibtisch nach 42 Jahren im Gelderner Rathaus räumt, der Zeitpunkt, um festzustellen: Der Mann hat Enormes für Geldern geleistet, hat die Stadt gewaltig nach vorne gebracht, hat immer mit Herzblut dafür gesorgt, dass seine Heimat weit über die Grenzen des Niederrheins hinaus Beachtung findet und somit attraktiv ist und bleibt. Dafür gebührt dem 61-Jährigen, der einst als Stadtinspektorenanwärter im Rathaus seine Ausbildung begann, Respekt. Anerkennung. Und Dank.

Klar, der meist unfassbare Redeschwall des scheinbar nicht alternden Blondschopfes kann schon mal nerven. Und das weiß er auch. Doch was Gerd Lange als (Mit-)Erfinder von Straßenmalern, Straßenparty, Gelderland-Enduro und dem Radrennen "Nacht von Geldern", als Städtepartnerschaftsbegründer (Bree/Fürstenberg), als Tourismus- und damit auch als Quasi-Wirtschaftsförderer in seinen vier Jahrzehnten Berufsleben erzählen kann, das ist natürlich eine Menge. Dass er dabei viele Promis getroffen hat, liegt auf der Hand. Die kleine Fotoauswahl rechts beweist das. Richtig ist aber auch, dass er den Größen aus Musik, Show und Sport nie wirklich ausgewichen ist. Seine Foto-Kiste mit Erinnerungen zeugt davon. Heute, im Zeitalter von Smartphone und Selfie, hat das sogar noch deutlich zugenommen.

Keine Sorge: Gerd Lange wird auch in der "passiven Altersteilzeit" noch präsent sein. Als Geschäftsführer des Werberings macht er sowieso weiter. Beim "Geldernsein"-Festival bleibt er ebenfalls aktiv. Und nicht zu vergessen: Um seinen Vater kümmert er sich auch immer wieder rührend. Dazu gibt es im Rathaus durchaus die eine oder andere Überlegung, wie der glänzende Organisator und Netzwerker auch künftig noch so ein bisschen in künftige Veranstaltungen eingebunden werden könnte.

Da kommt noch was, ganz sicher. Der lange Gerd, der geht niemals so ganz . . .

Wetten, dass?

Quelle: RP
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