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Gelderland
Mückenjäger für die Wissenschaft

Gelderland. Untersuchungen gibt es nicht, aber einen persönlichen Eindruck. "Für mich hat es schon den Anschein, als wenn es mehr Mücken gibt", sagt Dr. Ulrich Werneke, Geschäftsführer des Naturschutzzentrums im Kreis Kleve. Grund dafür sei, dass nach den starken Regenfällen noch viele Flächen feucht sind. Das ideale Brutgebiet für die Mücken. "Es reichen schon kleine Pfützen im Garten", berichtet Werneke. Es sei aber bei weitem nicht so schlimm, dass die Mücken bekämpft werden müssten. In Süddeutschland etwa wird versucht, mit Bakterien die Mückenplage einzudämmen. Von Sebastian Latzel

Gezielt die Mückenpopulation untersucht das Naturschutzzentrum nicht. Die Einrichtung hat sich aber 2011 und 2012 am Mückenmonitoring beteiligt. Die Mitarbeiter hatten eine Falle aufgestellt, in der die Mücken durch CO2 angelockt wurden, weil das den Atem der Warmblüter simuliert. Die gefangenen Mücken wurden eingefroren und zur Bestimmung eingeschickt.

Die Ergebnisse aus dem Kreis Kleve fließen mit in den großen Mückenatlas ein, der gerade vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung erstellt wird. Das Institut ruft jeden dazu auf, zum Mückenjäger zu werden. So soll ermittelt werden, wo welche Mückenart Chemisch geworden ist. Werneke etwa hat beobachtet, dass die Tigermücke auch am Niederrhein eingewandert ist. Auf dem Atlas ist zu sehen, dass sich in der Vergangenheit bereits Bürger aus der Region daran beteiligt haben. Wer selbst Mückenjäger werden möchte, muss dazu die Mücke mit einem Glas fangen, über Nacht in die Tiefkühltruhe legen und ans Leibniz-Zentrum schicken. Info unter www.mueckenatlas.de.

Quelle: RP
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