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Kerken
Mundart auf die turbulente Art

Kerken: Mundart auf die turbulente Art
Drei ausverkaufte Vorstellungen gingen von Freitag bis Sonntag über die Bühne. FOTO: seybert
Kerken. Viel Beifall für "Enne ächte Käel" im Aldekerker Schnakenhaus.

"Ich finde es cool, dass die alte Mundart so als Tradition noch am Leben gehalten wird. Für mehr als den Abend ist das für mich zwar nichts, aber es hört sich schön und lustig an." Das fand auf jeden Fall Emma Waldecker (12) bei der Premiere von "Enne ächte Käel". Für die Komödie von Wilfried Wroost ging nämlich am vergangenen Wochenende zum ersten Mal der Vorhang auf der Heimatbühne des Schnakenhauses hoch. Am Freitag, Samstag als auch Sonntag wurde der Schwank, dessen rheinische Fassung von Karl Schmalbach verfasst und schließlich von Walter Stevens in die Vogteier Mundart übertragen wurde, aufgeführt.

Die Abende mit jeweils 126 Besuchern waren dabei restlos ausverkauft. Kein Wunder, bei der angenehm klassischen Unterhaltung, welche der Heimatverein Aldekerk da präsentierte. Die Geschichte handelte nämlich von Bäckermeister Hein Jansen (Walter Stevens), der zusammen mit seiner Tochter Lisa (Heike Worrall), seiner Mutter Trina (Claudia Kamps) sowie Bäckergeselle Toni (Karl-Josef Leurs) und Lehrling Pitt (Simon Leurs) ein kleines Geschäft führt.

Turbulent wird es, als nicht nur der Betriebsprüfer Hannes Düwel vom Finanzamt (Hermann-Josef Dammertz) plötzlich auf der Matte steht, sondern auch noch das Geld für einen neuen Ofen herangeholt werden muss. Doch nicht genug des Trubels: Heins Ex-Frau Lotte (Elsbeth Windbergs) kommt noch vorbei, und darüber hinaus hat der nach Amerika ausgewanderte Bruder von Hein (Karl-Heinz Albers) sein Kommen angekündigt. Dass der Mann vom Finanzamt auch noch Tochter Lisas heimlicher Geliebter ist, ist dabei noch recht harmlos...

Mit viel Charme und lockerer Spielweise schaffen die verschiedenen Darsteller es schnell, ein richtig tolles Gute-Laune-Gefühl entstehen zu lassen. Regie führte dabei Heike van Hall, die zusammen mit Elsbeth Windergs das Ganze auch organisiert hat und bei der Eröffnung an den im letzten Jahr verstorbenen Regisseur Manfred Körfer erinnerte.

(ckn)
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