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Issum
"Musik à la carte" für Herz und Ohren

Issum. Dritter Kunstabend des Fördervereins der Herrlichkeitsmühle im Zeichen der Musik. Der Klangvirtuose Klaus "Dr. Mojo" Stachuletz versorgte die Gäste in Issum nicht nur mit packenden Tönen, sondern auch mit zu Herzen gehenden Geschichten. Von Christoph Kellerbach

"Es ist schon eine kleine Tradition von uns geworden, dass wir an jedem dritten Oktober hier in die Mühle einladen", erklärte Freddy Voortmann, der Vorsitzende des Fördervereins Herrlichkeitsmühle, "Jedes Jahr entscheidet der Vorstand aufs Neue, was wir machen wollen. So hatten wir zuletzt Kabarett und haben uns nun eben für etwas Musikalisches entschieden." Dabei war der klangvolle Abend sogar interaktiv und machte seinem Namen alle Ehre: Denn der seit langer Zeit aktive Musiker Klaus "Dr. Mojo" Stachuletz hatte "Musik à la carte"" mit dabei.

Die knapp 60 Besucher in der vollbesetzten Mühle bekamen nämlich vor Beginn des Konzertes eine Liste mit rund 130 Stücken und konnten selbst auswählen, welche Titel davon gespielt werden sollten. Die am meisten angekreuzten Werke fanden so ihren Weg in die Spielliste des Abends. "So kommt jedes Mal seit den vier Jahren, in denen ich das Programm so anbiete, ein ganz einmaliges Konzert zustande, weil die Leute bislang auch noch nie ähnlich gewählt haben", meinte Dr. Mojo. "Ich bin selber jedes Mal wieder gespannt, was am Ende gespielt wird."

So gab es Stücke von den Beatles über Phil Collins bis hin zu Cat Stevens zu hören, die vom Künstler auf sehr gefühlvolle Art und Weise präsentiert wurden. Generell lag ein schwelgendes Gefühl über dem Abend. Dicht zusammensitzend in der gemütlich-rustikalen Herrlichkeitsmühle, auf Tuchfühlung mit der Musik.

Das regelrecht intime Gefühl dabei wurde noch verstärkt, als der Mann mit dem Mojo sagte, dass es auch vollkommen in Ordnung sei, wenn manch einer einfach mal Lust hat, mitzusingen. So kam es besonders während der Cat-Stevens-Songs immer wieder dazu, dass einige der Anwesenden etwas zurückhaltend, aber merklich ins Geschehen mit einstiegen.

Zwischen den verschiedenen Stücken moderierte der vielseitige Klangkünstler nicht nur die einzelnen Titel an, sondern erzählte auch aus seinem Leben. Von pädagogisch interessanten Kindern bis hin zur Aufarbeitung von Problemen mit dem eigenen Vater. Dabei waren seine Geschichten stets so wunderbar präsentiert und mit liebevollen Pointen versehen, wie auch der gesamte Abend an sich.

Kurz vor der Pause ging Klaus Stachuletz auch auf seine ehrenamtlichen Tätigkeiten ein. So unterstützt er das Kinderhospiz Burgholz in Wuppertal und sammelte auch am Abend selbst für einen der Jugendlichen.

"Wenn man merkt, dass man etwas abgeben kann, ohne dass es einem dann viel schlechter geht, dann soll man das eigentlich machen", meinte Stachuletz zu seinem Engagement. "Man merkt irgendwann, dass man auf der letzten Reise am Ende nichts mitnehmen kann. Je mehr man gibt, desto mehr bekommt man auch. Nichts Materielles, sondern etwas viel Besseres: tiefe Zufriedenheit."

Die Besucher der bereits im Vorfeld rasant schnell ausverkauften Veranstaltung waren von dem gesamten "Musik à la carte"-Erlebnis begeistert. NRW-Landtagsabgeordnete Margret Voßeler lobte: "Es war entspannend, machte ein bisschen nachdenklich und war einfach total gelungen."

Quelle: RP
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