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Geldern
Musikjahr startet in Walbeck mit einem Rock-Erlebnis

Geldern. Die "Friedenseiche" in Walbeck hat sich seit etwa einem Jahrzehnt als Garant für musikalische Erlebnisse etabliert. Von Christoph Kellerbach

Doch am Samstagabend bekamen die beeindruckten Gäste etwas geboten, was nicht alle Tage die Gehörgänge verwöhnt: Klassischer "Progressive-Rock" von Gruppen wie "Genesis" oder "Porcupine Tree". Die passend betitelte Band "The Experience" ("Das Erlebnis") besteht dabei komplett aus Dozenten der Gelderner "Plug'n Play"-Musikschule.

"Doch, dass wir alle Lehrer sind, ist dabei nebensächlich", erklärte Bassist Marcel Grothues. "Uns geht es um die Musik, die in dieser Form heutzutage leider kaum mehr ein Forum hat." Am Samstag kümmerte sich deshalb die neunköpfige Band samt der ausgezeichneten Gastflötistin Valerie Pöllen darum, den "Progressive Rock" mit Stücken von Pink Floyd ("Echoes") und Yes wieder aufleben zu lassen.

"Es war sehr spezielle Musik, aber mir hat es auf jeden Fall richtig gut gefallen", lobte der Walbecker Dietmar Schmitz. "Aber das ist auch das Gute: Bei den Events hier in den ,Friedenseiche' findet man immer was Interessantes." Interessant war auch die Art, wie die Stücke auf der Bühne arrangiert wurden. "Da es früher bei den Songs mit dazu gehört hat, haben wir eine Leinwand, auf der begleitend Animationen und Clips laufen", erläuterte Marcel Grothues. Schwelgende Aufnahmen von Landschaften, Wolken oder Schriftzeichen unterstützten den komplexen und oftmals etwas psychedelischen Stil der Rock-Kompositionen. Das multimediale Erlebnis, bei dem die Songs zur Gänze jenseits der acht Minuten-Marke lagen, führte dabei erstklassig vor Augen, dass dort draußen eine ganze Welt von feineren Werken jenseits der aktuellen Pop-Monotonie existiert.

Noch etwas ungeschliffen, aber mit viel ohrwurmigem Herzblut dabei war die Vorband "Give Us Animal Names". Die sympathische Truppe, bestehend aus Joyce Lutgens (Gesang), Johannes Vieten (Gitarre), Felix Herman (Bass) und Stephan Taubensee (Drums), hat mit ihren zum größten Teil selbstgeschriebenen Songs, laut Besucher Benjamin König, "richtig gut angeheizt. Melodisch, dynamisch, rockig, eine gute Mischung. Auch da möchte man gerne mehr von hören."

Quelle: RP
 
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