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Geldern
Nabu trauert um früheren Vorsitzenden Ulrich Wille

Geldern. KREIS kleve (RP) Mit seinem Namen ist der Naturschutz am Niederrhein unauslöschlich verbunden: Ulrich Wille, der am 30. August nach langer schwerer Krankheit gestorben ist. Mit seinem beharrlichen Einsatz im Vogel- und Naturschutz habe Wille wesentliche Grundlagen für den Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft am Unteren Niederrhein geschaffen, heißt es in einem Nachruf der Nabu-Naturschutzstation Niederrhein. Deren Vorsitzender war Wille von 1981 bis 1997; heute leitet den Verein sein Sohn Volkhard.

Als in den 1950er Jahren das ornithologische Leben am Niederrhein wiedererwachte, bildete sich eine Gruppe aktiver Vogelbeobachter. Dazu gehörte auch Ulrich Wille. Als Vogelkundler wirkte er an der internationalen Wasservogelzählung und zahlreichen Brut- und Rastvogelerfassungen in den Gebieten zwischen Wesel und der deutsch-niederländischen Grenze mit. Jahrelang betreute er eine Zentraldatei und gab ab 1965 die vogelkundliche Zeitschrift "Charadrius" heraus.

Mitte der 1970er Jahre engagierte sich Ulrich Wille auch in der Kommunalpolitik und wurde Fraktionsvorsitzender der SPD in Kranenburg. Natürlich ging es ihm vorrangig um Naturschutzthemen. Er war Mitglied im Landschaftsbeirat und hatte Anteil an den Ausweisungen vieler Naturschutzgebiete . Schon früh musste er jedoch aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten, widmete sich umso mehr seinen feldornithologischen Arbeiten, etwa den Gänsezählungen. Ulrich Wille, der 79 Jahre alt wurde, hat all dies rein ehrenamtlich gemacht - neben seinem Beruf als Lehrer. Dafür dankt ihm der Nabu.

Quelle: RP
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