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Issum
Nacht der offenen Gotteshäuser in Issum

Issum. Vier spirituelle Orte an einem Abend erleben, das verspricht die Nacht der offenen Gotteshäuser am Freitag, 7. Juli, in Issum. Die findet im Altbierdorf zum dritten Mal statt. Der katholische Pfarrer Stefan Keller spricht von einer guten Tradition.

In diesem Jahr orientiere sich das Motto am Reformationsjubiläum, sagt Keller. Es lautet: "Was wir bekennen". Dabei gehe es nicht um ein ausschließendes "Das glaube ich, das glaubst du", betont die evangelische Pfarrerin Yvonne Brück. Vielmehr gehe es im wahrsten Sinne des Wortes um ein "Sich auf den Weg machen", denn von einem Gotteshaus wird an diesem Abend zum nächsten spaziert. An jeder Station gibt es Gesang, einen geistlichen Impuls und auf dem Weg zum nächsten Gotteshaus die Möglichkeit, sich über das Gehörte auszutauschen. "Wir haben in der Vergangenheit erlebt, dass uns viel miteinander verbindet. Aus Bekannten können Freunde werden. Das trägt auch zur Verbesserung der Atmosphäre im Dorf bei", sagt Pastor Keller. Es gehe darum, den anderen in seinem Glauben wertschätzend wahrzunehmen. "Das ist schon ein starkes Stück, was da passiert", lobt Keller und blickt auf das zurück, was in den vergangenen Jahren an Miteinander entstanden ist. Wer mag, kann, muss aber nicht den ganzen Abend mitgehen. Es können auch einzelne Stationen gewählt werden.

Beginn ist, auch aus der Kirchengeschichte heraus, beim jüdischen Bethaus. In der Nacht der offenen Gotteshäuser wird dort der Lebenslauf einer jüdischen Issumerin Thema sein. "Das Bethaus ist dafür da, die Erinnerung an die Menschen wach zu halten, die in Issum gelebt haben und jüdischen Glaubens waren", erklärt Werner Brall vom Arbeitskreis Jüdisches Bethaus. Einen Sprung in die junge Kirchengeschichte gibt es zum Abschluss. Der findet in der Christlichen Gemeinde Issum (CGI) statt. "Jeder, der sich in irgendeiner Form für den Glauben interessiert, soll vorbeikommen", lädt Siegbert Buhl von der CGI ein und korrigiert: "Eigentlich sollen alle Menschen kommen, denn Glaube kann dadurch entstehen, dass man auf der Suche ist." Am Abend macht man sich mit vielen gemeinsam auf den Weg.

Die einzelnen Stationen im Überblick: 19 Uhr jüdisches Bethaus in der Kapellener Straße 30; 19.45 Uhr St.-Nikolaus-Kirche am Markt 3; 20.30 Uhr evangelische Kirche auf der Gelderner Straße 24; 21.15 Uhr Christliche Gemeinde Issum auf der Mühlenstraße 10b.

(bimo)
 
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