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Wachtendonk
Nacht-Schwimmen im "neuen" Naturbad

Wachtendonk: Nacht-Schwimmen im "neuen" Naturbad
Andreas Rupeter pflegt Blumen und Bananenstauden auf dem Freibad-Gelände. FOTO: Gerhard Seybert
Wachtendonk. Das Gelände des Wachtendonker Freibades hat sich richtig gemacht. Jetzt soll jeder sehen, wie schön alles geworden ist. Es gibt zwei Veranstaltungen bei freiem Eintritt: ein Sommerfest und ein Nacht-Schwimmen. Von Sina Zehrfeld

Eine richtige Frischzellenkur hat das Wachtendonker Naturbad in den vergangenen Monaten erlebt. Palmen und Bananenstauden sorgen für Urlaubsgefühle auf der Terrasse und am Strand-Abschnitt. Auf der weiten Wasserfläche treibt eine große Luftkissen-Insel, die zum Toben verlockt. Üppige Blumen- und Staudenbeete sind eine Augenweide, wo früher nur Kies und Zäune waren. Auf der Terrasse laden jetzt Korbstühle, Holztische und Strandkörbe ein. Früher waren da Plastikmöbel "total zusammengewürfelt - das war nicht so ansprechend", sagt Andreas Rupeter, Vorsitzender des Betreiber-Vereins "Schwimmverein Naturbad Wachtendonk".

Bei zwei Veranstaltungen sollen sich nun möglichst viele Menschen ein Bild von dem "neuen" Naturbad machen. Die erste ist schon am Samstag, 13. August. Ab 14 Uhr wird dann ein Sommerfest gefeiert mit Kinderbelustigung, Hopsburg, Kickerturnier, Grillen. Die zweite Attraktion, eine Premiere für den Verein, ist ein Nacht-Schwimmen im verwunschenen Flair. Am Samstag, 20. August, geht es um 21 Uhr los. "Die Bäume und Palmen werden verschiedenfarbig ausgeleuchtet", beschreibt Andreas Rupeter die Pläne. Das große Becken wird zur Hälfte freigegeben und mit Strahlern in helles Licht getaucht. Für Verpflegung ist ebenso gesorgt.

Zu beiden Veranstaltungen ist der Eintritt frei zu dem Bad an der Wankumer Straße 10a. Die Leute sollen möglichst zahlreich kommen, das Bad kennen lernen und das Ambiente auf sich wirken lassen, wirbt Andreas Rupeter. Denn viele Bürger, selbst Wachtendonker, wüssten gar nicht, was für ein Ausflugsziel sich da vor ihrer Nase befindet.

"Bei schönem Wetter haben wir so 150 Badegäste am Tag", erzählt er. Die meisten davon seien Mitglieder des Betreibervereins. Aber nötig ist eine dauerhafte Mitgliedschaft nicht für den Besuch: "Tagesgäste sind immer willkommen."

Sie sind nicht zuletzt für die Finanzierung des Naturbades von Bedeutung. Denn die Pflege, der Unterhalt und alle Neuerungen werden komplett durch Ehrenamtler, Unterstützer und Sponsoren gestemmt. Etwa zehn bis 15 Freiwillige stehen hinter der Organisation und der anfallenden Arbeit.

Und die reißt nicht ab, denn fürs kommende Jahr gibt es schon wieder große Pläne. So soll das gesamte Becken im Jahr 2017 neu gestrichen werden. Es wird ein Gemeinschaftsraum für Gesellschaften eingerichtet, und die Renovierung von Toiletten und Umkleiden sowie Malerarbeiten stehen an. Gerne würde der Verein auch eine Beachhütte für den Strandabschnitt abschaffen, "aber Planung und Finanzierung sind immer zwei paar Schuhe", so Rupeter.

Bei den bisherigen Änderungen haben die Vereinsmitglieder nicht nur auf Schönheit geachtet, sondern auch aufs Praktische. So wurde die Erste-Hilfe-Station verlegt: von der Nähe des Eingangs in ein eigenes Häuschen in der Nähe des Wassers. Im Notfall sind die Helfer so näher dran. Und zur Bepflanzung gehören jetzt auch Obstbäume und -Sträucher: "Da können die Kinder einfach ernten. Stachelbeeren, Johannesbeeren, Äpfel", erzählt Andreas Rupeter. "Wir wollen Kindern auch die Natur näherbringen."

Quelle: RP
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