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Wachtendonk
Neue Ausstellung im Alten Wasserwerk

Wachtendonk: Neue Ausstellung im Alten Wasserwerk
Die Atmosphäre im Alten Wasserwerk ist einzigartig und eignet sich für Ausstellungen - wie jetzt für die "KunstStücke". FOTO: Thomas Binn
Wachtendonk. Fünf Künstler präsentieren sich und ihre Arbeiten aktuell in Wachtendonk. Neben den Exponaten ist das baufällig wirkende Gebäude ein bisschen der heimliche Star der Schau. Am kommenden Wochenende erneut geöffnet. Von Yvonne Theunissen

Bereits zum dritten Mal zeigte die Gruppe "KunstStücke" in einer abwechslungsreichen Ausstellung ihre Arbeiten. Nach Kamp-Lintfort und Moers fanden die zahlreichen Exponate jetzt im Alten Wasserwerk in Wachtendonk einen geeigneten Rahmen.

Die Gruppe setzt sich aus den fünf Künstlern Walter Braß, Karola Geisler, Elsa Lappat, Anna Soremsky und Alfons Thesing zusammen. Alle fünf beschäftigen sich mit ganz unterschiedlichen Materialien und Themen, so dass eine besonders abwechslungsreiche und spannende Ausstellung entstand. Neben den Arbeiten an sich, ist hier auch die Diskrepanz zwischen den Exponaten und dem leicht baufällig wirkenden Gebäude interessant.

Bereits wer sich dem Wasserwerk näherte, erlangte einen ersten Eindruck. Schon am Tor waren Stücke von Karola Geisler zu sehen. Fröhliche Gesichter und mit Stoff bespannte Hula-Hoop-Reifen, die mit Farben und Wachs veredelt wurden: "Ich gebe mir immer Mühe, für eine Ausstellung neue Dinge zu entwickeln. Der Besucher soll sehen, dass man wächst und nicht stillsteht." Im Inneren präsentierte sie weitere Fensterbilder, Gesichter aus Ton und Papiervögel.

Alfons Thesing hatte seine Arbeiten aus Holz mitgebracht: "Ich will darstellen, wie schön die Natur sein kann, wenn sie von mir bearbeitet wurde, wie schön und spannend Holz von innen sein kann." Zum Beispiel ein wunderschönes Stück aus Walnuss. Eigentlich war es für den Kamin gedacht "und ist irgendwie auf meinem Weg gelandet!"

Elsa Lappat präsentierte einige Arbeiten aus Pappmache zum Thema "Mythologie", wobei sie die eigentlichen Themen verfremdet darstellte. Unter dem Titel "Remember" zeigte sie einige reduzierte Schiffe, allein aus einem Holzblock und einem Drahtsegel bestehend: "Sie sollen an die Flüchtlinge im Mittelmeer erinnern und nicht den Eindruck von schön erwecken, sondern von zerstört, kaputt und gestrandet."

Anna Soremsky präsentierte Skulpturen aus Keramik und Beton, aber auch Kupfer und andere Metalle gehören zu ihren Materialien. Aus alten Alltagsgegenständen wie leeren Plastikflaschen und abgelegten Haarspangen recycelte sie zum Beispiel Vögel. Vom Alten Wasserwerk zeigte sie sich begeistert: "Das ist archaisch und toll. Das Gebäude ist durch seine Fenster und die Größe schon beeindruckend; der abfallende Putz von den Wänden verleiht ihm einen morbiden Charme."

Das sah Walter Brass, der Fünfte im Bunde und mit reduzierten Skulpturen aus Stahl vertreten, ähnlich: "Das Wasserwerk passt zu vielen Sachen, es ist ein bisschen bizarr, aber das macht den Reiz aus."

Das Alte Wasserwerk befindet sich auf dem Fliehtweg 44 in Wachtendonk. Die Ausstellung ist noch am Samstag, 13. August, 14 bis 18 Uhr, und am Sonntag, 14. August, 11 bis 18 Uhr, zu sehen.

Der Eintritt ist frei.

Quelle: RP
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