| 00.00 Uhr

Kerken
Neue Turnhalle an Rahmer Kirchweg

Kerken. Kerkens Rat hat die Grundsatzentscheidung für den Bau einer Dreifeldturnhalle für die Robert-Jungk-Gesamtschule in Aldekerk getroffen. Im Ausschuss am Dienstag geht es um den Standort. Die Verwaltung hat einen Favoriten. Von Michael Klatt

Mit dem grundsätzlichen Beschluss hielt sich der Kerkener Gemeinderat nicht lange auf. Bei drei Enthaltungen sprach er sich in seiner jüngsten Sitzung vorige Woche dafür aus, für die Robert-Jungk-Gesamtschule in Aldekerk eine Dreifeldturnhalle zu bauen. Das Projekt soll in Zusammenarbeit mit dem TV Aldekerk realisiert werden. Und es zeichnet sich ab, dass das neue Gebäude am Rahmer Kirchweg errichtet wird. Dafür spricht sich zumindest die Verwaltung in der Vorlage für die nächste Sitzung des Bau-, Umwelt- und Planungsausschusses aus.

Sechs mögliche Standorte hat der externe Fachingenieur Dr. Heiner Peschers im Auftrag der Gemeinde untersucht. Dabei sollten der Flächenbedarf, die Verkehrserschließung und die Entfernung zur Schule berücksichtigt werden. Von den sechs Plätzen bleiben laut Gutachter noch zwei übrig, die sich vom Baugrund, von der Grundstücksgröße und vom Zuschnitt her für die geplante Halle eignen: der Reisemobilstellplatz/Festplatz an der Kempener Straße und der Bolzplatz am Rahmer Kirchweg. Die bisherigen Nutzungen müssten für die Halle aufgegeben werden, wobei laut Verwaltung für den Bolzplatz auf dem Spiel- und Freizeitgelände Ackermansfeld eine, wenn auch nicht gleichwertige, Alternative zur Verfügung stünde. Beide Standorte, so die Bewertung der Verwaltung, könnten für den Schul- und Vereinssport gut erschlossen werden, mit leichten Vorteilen für den Rahmer Kirchweg.

An der Kempener Straße müsste für die Sporthalle der Bebauungsplan geändert werden, und zwar zwingend bis Mitte 2016. Denn da die Halle der Schule ab dem Schuljahr 2018/19 zur Verfügung stehen muss, ist der Baubeginn für Anfang 2017 vorgesehen.

Einen Vorteil sieht die Verwaltung am Rahmer Kirchweg hinsichtlich der städtebaulichen Einordnung. Die Halle würde in das Schulareal integriert, wo die Gesamtschule ohnehin um einige Klassenräume erweitert wird, und schlösse das Schulgelände städtebaulich ab. An der Kempener Straße wäre die Halle ein Solitärkörper. Das Schulgelände bliebe dann eine Ansammlung von Einzelbauten. Allerdings stellt der Standort Rahmer Kirchweg wegen der Nähe zur Wohnbebauung höhere Anforderungen an die Gestaltung.

Der Grundsatzbeschluss zum Sporthallenbau beinhaltet den Umbau der jetzigen Hauptschulsporthalle zu einer Aula/Mensa beziehungsweise zu einem Bürgerforum für Aldekerk. Weil dazu der Vorplatz umgestaltet wird, entstehen mehr als 70 Parkflächen. Die Sporthalle an der Kempener Straße brächte 40 bis 50 Parkplätze. Vom Lärm her seien an beiden Standorten keine relevanten Belastungen zu erwarten, allerdings verbessere sich am Rahmer Kirchweg die Situation, weil der Lärm vom Bolzplatz wegfiele.

Nicht zuletzt sprechen die Investitionskosten für den Bau der Halle am Rahmer Kirchweg. Sie ist dort mit rund 3,78 Millionen Euro kalkuliert. Die Gemeinde hätte nach Abzug der Zuschüsse rund 2,78 Millionen Euro zu tragen. Die Halle an der Kempener Straße würde 150.000 bis 180.000 Euro teurer, unter anderem wegen des Parkplatzbaus und der Anbindung zur Schule.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Kerken: Neue Turnhalle an Rahmer Kirchweg


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.