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Geldern
Neuer Treffpunkt für das Barbara-Gebiet

Geldern: Neuer Treffpunkt für das Barbara-Gebiet
Willi Theis, Peter Moschnitschka, Udo Stahlberg und Hermann Hengstermann (von links) von der Bürgerinitiative Barbaraviertel sind dabei, den neuen Treffpunkt einzurichten. FOTO: Seybert, Gerhard
Geldern. Die Bürgerinitiative Barbaraviertel hat an der Vernumer Straße 25 Räume angemietet. Die Bürger sollen den Treff erobern, dort spielen, kochen oder diskutieren. Ideen sind gefragt, und jeder, der mitmacht, ist willkommen. Von Sina Zehrfeld

Wer mag, kann ein Tanzprojekt ins Leben rufen und anderen den richtigen Hüftschwung beibringen. Oder die türkische Sprache. Oder einen Lesezirkel gründen. Oder eine Brettspielmeisterschaft ausrufen. Die Bürgerinitiative Barbaraviertel, kurz "Bib", hat jetzt mitten im Barbaraviertel, an der Vernumer Straße 25, einen festen Treffpunkt angemietet. Und jeder im Quartier, ob Bib-Mitglied oder nicht, ist eingeladen, ihn mit Leben zu füllen. "Selbst machen!", nennt Peter Moschnitschka von der Initiative die Devise: "Keine Angst haben. Die Schwelle überwinden, etwas anzubieten."

Der neue Treffpunkt hat als Hauptraum das ehemalige Büro eines Pflegedienstes mit großen Fenstern: "Einladend wollten wir es haben", sagt Hermann Hengstermann vom Bib-Vorstand. Hinzu kommt eine benachbarte Wohnung, zu der noch ein Durchbruch geschaffen wird. Diese bietet weitere Mehrzweckräume, ein bald barrierefreies Bad und eine Küche. Einige Umbauarbeiten stehen noch an.

Und dann kann's losgehen mit den Aktivitäten. "Die Leute haben ganz viele Ideen. Sie brauchen nur die Möglichkeit, es zu tun", berichtet Hermann Hengstermann von ersten Konzepten. Trüppchen und Grüppchen wollen sich zu Spielen treffen, miteinander philosophieren, bei Handarbeiten zusammensitzen, kochen, Gymnastik machen, Themenabende organisieren. "Unser Ziel ist, dass wir im März mit regelmäßigen Treffen beginnen", so Hengstermann. "Immer im Mittelpunkt: Begegnung und soziale Kontakte zu fördern und zu erhalten."

Dazu sind ausdrücklich alle Bewohner des Viertels eingeladen, nicht nur Bib-Mitglieder. Die Bürger sollen den Treffpunkt für sich erobern und ein Gemeinschaftsgefühl spüren. Dem gleichen Zweck dienen offene Café-Nachmittage: "Wir sind noch nicht fertig mit den Überlegungen, aber wir stellen uns vor, dass wir an zwei bis drei Nachmittagen in der Woche so einen Treff machen."

Die Vorarbeit für die Treffpunkt-Gründung war langwierig. Schon vor knapp einem Jahr hatten die Aktiven bei der Stadt um finanzielle Unterstützung vorgesprochen. Jetzt gibt es für zwei Jahre einen Zuschuss von jeweils 6800 Euro, was einen Teil der Miete deckt. Der Rest kommt durch Mitgliedsbeiträge und Spenden zusammen.

Die nächsten Monate werden zeigen, wie das Barbaraviertel den Treffpunkt annimmt. Und im Sommer 2016 wird rekapituliert, ob der Laden brummte oder brachlag, das heißt: ob er erhalten bleibt oder nicht. Auch für die Aktiven selbst ist das eine spannende Frage, sagt Willi Theis vom Bib-Vorstand: "Wir sind alle ins kalte Wasser geschubst worden."

Das erste reguläre Treffen der Bib im neuen Domizil ist am kommenden Montag, 23. Februar.

Quelle: RP
 
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