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Straelen
Neuer Treffpunkt für Straelens Jugend

Straelen: Neuer Treffpunkt für Straelens Jugend
Als Anbau der St.-Anno-Schule entsteht an der Fontanestraße ein neues Begegnungszentrum, in dem die bisherigen Treffpunkte räumlich zusammengeführt werden. Das neue Jugendzentrum soll im Herbst 2016 fertig sein. FOTO: Privat
Straelen. Im Schuldorf werden "Wigwam" und Jugendcafé zu einer neuen Jugendeinrichtung zusammengeführt. Der Neubau kostet rund 1,2 Millionen Euro. Kreis-Zuschuss von 30 Prozent. Die Fertigstellung ist für Herbst 2016 geplant. Von Michael Klatt

Mit dem "Wigwam" an der Rathausstraße und dem Jugendcafé an der Bahnstraße hatten die Straelener Jungen und Mädchen bisher zwei Anlaufstellen in der Innenstadt für die offene Jugendarbeit. Sie werden jetzt an einem Punkt zusammengefasst. Als Anbau der St.-Anno-Schule entsteht an der Fontanestraße ein neues Begegnungszentrum, in dem die bisherigen Treffpunkte räumlich zusammengeführt werden.

Gründlich wurde laut Peter Nikelowski, Projektleiter beim städtischen Gebäudemanagement, das Vorhaben mit Dirk Sieben, dem Leiter der städtischen Jugendarbeit, inhaltlich abgestimmt. Die neuen Räume mussten schließlich so geplant werden, dass die Angebote für die Kinder und Jugendlichen problemlos möglich sind. Nach dem grünen Licht der Kommunalpolitik haben jetzt die Bauarbeiter ihren Einsatz. "Die neuen Räume ersetzen die gemieteten Einrichtungen ,Wigwam' und Jugendcafé. Damit findet eine nachhaltige Flächenoptimierung statt", erklärt Michael Dams vom Gebäudemanagement.

Die Kosten für den Neubau samt Einrichtung betragen rund 1,2 Millionen Euro und werden mit 30 Prozent vom Kreis Kleve bezuschusst. Landrat Wolfgang Spreen brachte diese Nachricht persönlich zu Bürgermeister Hans-Josef Linßen. Der Kreis beteiligt sich mit rund 340 000 Euro an den Baukosten. Zusätzlich unterstützt er mit etwa 18 000 Euro den Kauf der Erstausstattung der neuen Jugendfreizeiteinrichtung.

Geplant ist, die alte Hausmeisterwohnung und den nicht mehr verwendeten Toiletten- und Garagentrakt sowie die Schulküche der Sekundarschule abzureißen und dort auf rund 415 Quadratmetern Grundfläche die neue Einrichtung aufzubauen.

Das Außengelände wird die Möglichkeit bieten, eine Rasenfläche als Spiel- und Sportfeld, eine Fläche für Beachvolleyball sowie einen Terrassenbereich anzulegen. Das Raumprogramm sieht eine große Halle mit Bühne, Veranstaltungstechnik und Theke vor sowie zwei multifunktional nutzbare Gruppenräume, Küche, Büro- und Besprechungsraum, Werkstatt, Lager und einen Sanitärbereich. Die neuen Räume sollen neben der Jugendarbeit auch der Sekundarschule zur Verfügung stehen.

Thomas Jorissen vom beauftragten Architekturbüro Schroers aus Kerken beschreibt das Bauvorhaben: "Das neue, in konventioneller Bauweise, errichtete Gebäude wird seinen Haupteingang zur Marienstraße und einen zweiten Eingang zum Schulhof der Sekundarschule hin erhalten, wodurch der direkte Bezug Jugendarbeit und Schule hergestellt werden kann."

Über dem Haupteingang, dem Saal und dem Mehrzweckraum 1 befinde sich ein Vordach, das alle drei Räume miteinander verbindet und auch kleinere Aktivitäten draußen bei Regen zulässt.

Von dieser Terrasse aus sei der Zugang zu den angrenzenden Außenflächen gewährleistet. Ebenso gelangt man aus dem Koch- und Essbereich über ein bodentiefes Fenster-/Türelement direkt in den Garten. Der Saal wird laut Jorissen mit einer kleinen, etwa 28 Quadratmeter messenden Bühne für Vorträge oder Auftritte ausgestattet und hat eine Raumhöhe von rund fünf Metern, während alle anderen Räume eine Raumhöhe von ungefähr 2,75 Metern aufweisen. Aus dieser Höhendifferenz ergebe sich ein aus zwei Kuben zusammengesetztes Flachdachgebäude.

Das neue Jugendzentrum soll im Herbst 2016 fertig sein. Außer den beiden Einrichtungen im Straelener Zentrum unterhält die Stadt je eine Jugendeinrichtung in Auwel-Holt (Gleis X) und in Herongen (Open Huus).

Quelle: RP
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