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Kerken
Neues Dorf-Viertel entsteht in Nieukerk

Kerken: Neues Dorf-Viertel entsteht in Nieukerk
So soll es mal aussehen am Haeverweg. Auf dem früheren Areal der Gärtnerei Schwarz entstehen 16 Doppelhaushälften, zwei Einfamilien-, drei Vierfamilien- und drei Fünffamilienhäuser. FOTO: Bau Velder
Kerken. Auf dem ehemaligen Gelände der Gärtnerei Jakob & Hans Schwarz gleich neben der B 9 entsteht eine kleine Siedlung. Geplant sind Flachdachbauten. Gestern war die Grundsteinlegung mit Bürgermeisterbesuch. Von Sina Zehrfeld

Investor Robert Velder höchstselbst senkte als Baggerfahrer die Schaufel in den Erdboden, um die Zeitkapsel in die Erde zu legen. Die Bauarbeiten für eine neue Siedlung am Haeverweg in Nieukerk sind gestartet. Auf dem Areal der aufgegebenen Gärtnerei Schwarz entstehen 16 Doppelhaushälften, zwei Einfamilien-, drei Vierfamilien- und drei Fünffamilienhäuser. Bis Mitte oder Ende 2019 soll die Siedlung stehen. Hinter dem Projekt steht das Unternehmen "Bau Velder".

Griffen gestern zu Schaufel und Spaten: Markus Pionke von "Bau Velder", Firmenchef Robert Velder und Bürgermeister Dirk Möcking (von links). FOTO: van Offern

Auffällig ist das geplante Erscheinungsbild der Häuser: Flachdachgebäude in ein einer "geradlinigen, hellen und kubischen" Art, wie das Konzept es beschreibt. Dabei sollen nur natürliche Baustoffe zum Einsatz kommen: Steinwolle als Dämm-Material, große Tonsteine an den Fassaden.

Von den Klinkerbauten mit Satteldächern, die Nieukerk ansonsten prägen, hebt sich die Gestaltung deutlich ab. "Das war unsere Idee, die bei der Gemeinde und im Rat großen Anklang gefunden hat", erläuterte Markus Pionke von "Bau Velden". "Auch die Nachbarn waren sehr positiv gestimmt."

"Dieses Gebiet hat in gewisser Weise einen solitären Charakter", erklärte Bürgermeister Dirk Möcking, was in der Politik besonders gut angekommen sei: "Einen Siedlungscharakter, verbunden mit modernen Elementen. Das hat im Bauausschuss große Zustimmung gefunden - und ich find's auch gut." Ein Gemeinde-Viertel direkt an der Bundesstraße zu entwickeln sei mutig, "aber das Konzept überzeugt. Auch der Lärmschutz".

Die Grundstücke sind mit ihren Gartenflächen - im Vergleich zu anderen Neubaugebieten - recht großzügig geschnitten. Das gehöre zum Gesamtkonzept: "Wir wollten nicht so eine Kaninchenstallsiedlung", so Markus Pionke: "Deren Zeit ist auch vorbei." Die Straßen im Bereich sollen eine verkehrsberuhigte Zone bilden, eingeplant ist ein kleiner Platz für Aktivitäten im Zentrum.

Für Robert Velder punktet nicht zuletzt das Energiekonzept der Siedlung. Alle Häuser werden mit Photovoltaikanlagen konzipiert, für die sonnenarme Zeit wurden spezielle Verträge mit Windparkbetreibern geschlossen. Ziel sei es, energetisch unterm Strich "komplett autark" zu sein, so Velder.

Zusätzlich zum Baugebiet wird eine Baulücke geschlossen, die ebenfalls am Haeverweg - ein kurzes Stück weiter die Straße hinauf - klafft. Dort errichtet "Bau Velder" drei Einfamilienhäuser. Diese sollen allerdings Satteldächer bekommen, so wie die Gebäude drum herum auch.

Großes Lob gab es seitens der Investoren für die Gemeinde Kerken. Der Kontakt zur Verwaltung sei immer sehr gut gewesen, und der Bebauungsplan sei fabelhaft schnell geändert worden: "Das haben wir bis jetzt noch nicht erlebt", schwärmte Markus Pionke.

Die Firma "Bau Velder" hatte das Areal erst Anfang dieses Jahres gekauft.

Quelle: RP
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