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Wachtendonk
Neues Konzept an der Burgruine findet Anklang

Wachtendonk. Die beliebte Veranstaltung "Jazz an der Burgruine" richtete der Kulturkreis neu aus und nennt es jetzt "Jazz & more". Das Konzept sieht vor, dass der klassische New Orleans/Dixieland-Jazz halbwegs bestehen bleibt, eine zweite Band hinzugefügt und der Zeitrahmen ausgedehnt wird. Der Vorsitzende Thomas Echelmeyer zeigte sich mit dem Ergebnis und vor allem dem Wetter zufrieden. "Wir wollen neue Erfahrungen sammeln", meinte er. Von Liss Steeger

Den Anfang machte das Pascal Bartoszak Quartett, das an die Jazzströmungen der vierziger und fünfziger Jahre anknüpfen möchte. "Back to Trad(ition)" nennen sie ihr Programm und ihre CD. Die vier Musiker aus Köln und Essen, durchschnittlich 25 Jahre jung, lernten sich bei der Auswahl des Landesjugendjazzorchesters NRW kennen. Ihr Titel "Flight" fasst die Erlebnisse der Tourneen über den gesamten Globus zusammen. Die Ballade "Homecoming" beschreibt die entspannte Atmosphäre danach. Der weichere Klang ergibt sich auch dadurch, dass der Schlagzeuger Niklas Walter mit Besen arbeitet. Inspiriert durch die großen Vorbilder dieser Musik hat Saxophonist Pascal Bartoszak eigene Kompositionen verfasst. Über die Akkorde von Charly Parkers "Bird" schrieb er eine neue Melodie und nennt das Stück "Softbird". Den Bossa Nova "Maja" widmete er seiner kleinen Schwester. Das lateinamerikanisch angehauchte "Funpiece" ließ auch mit Jakob Lüffe am Klavier und Caris Hermes am Bass die Füße mitwippen. Die Burgruine als Ziel einer internationalen Kulturradtour hatte eine Flüchtlingsgruppe um Walter Seefluth, der die Musikrichtungen jungen Menschen aus Afghanistan, Bangladesch, Iran, Irak und Syrien näherbringen wollte.

Ebenfalls noch sehr jung, durchschnittlich 28 Jahre, ist die Gruppe hörBuch, die seit 2012 zusammenspielen und vor zwei Jahren mit "Meine Zeit" ihr erstes Album herausbrachten. Benannt nach dem Bandleader Dominik Buch (Songwriter, Sänger und Pianist) steht die Band mit Moritz Unverhau (Gitarre), Martin Kreuzer (Schlagzeug), Paul Mokry (Bass) für talentierte deutschsprachige Popmusik. Ihre ausnahmslos eigenen Stücke mit anspruchsvollen Texten widmen sie unterschiedlichen Themen, wobei sie natürlich nicht an der Liebe vorbeikommen: "Der Tragödie erster Teil."

In "Nostalgie" fragen sie, ob früher alles besser war. "Gegenwart bringt keinen Zauber, weil wir ihn erst später seh'n", heißt es darin. "Vielleicht Glück" repräsentiert das Hier und Jetzt, "Über Nacht nach Übersee" hat einen politischen Text und "Neon" beschreibt die Youtube-Generation. "Auf Null" handelt von der "Poesie der Lethargie", so lautet eine Zeile des Stücks.

Verköstigung durch die "Essbar" von Partyservice Wilmsen, Getränke Niehues, Glücksrad und Hüpfburg rundeten das Familienprogramm ab.

Quelle: RP
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