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Gelderland
Niag äußert sich zum Winter-Ärger

Gelderland: Niag äußert sich zum Winter-Ärger
Die Niag stellte am Montag den Busverkehr ein. FOTO: Malz
Gelderland. "Verbesserungswürdig" sei die Informationspolitik, sagt das Busunternehmen.

Mit dem Schnee am Montag blieben viele Busse stehen, Schulkinder kamen nicht nach Hause und mussten von ihren Eltern abgeholt werden (die RP berichtete). Die Niag war zunächst nicht zu erreichen, die dort genannte Pressesprecherin arbeitet nicht mehr in dem Unternehmen.

"Das ist verbesserungswürdig", gibt Tobias Jakubowski, der Niag-Fachbereichsleiter zu und sei so nicht gewollt. Sicher verbesserungswürdig sei auch die Informationspolitik, damit Schüler schneller darüber informiert werden, wenn Busse ausfallen. "Nach Möglichkeit versuchen wir, die Schulen anzurufen", sagt der Fachbereichsleiter. Allerdings habe das am Montag nicht überall geklappt. Mit zwei Leuten habe man versucht, die Schulen zu erreichen, wenn besetzt war, kam es vor, dass die nächste Schule angerufen wurde.

Der Homepage der Niag war bereits ab 11.40 Uhr zu entnehmen, dass die Busse 75 Minuten Verspätung hatten. "Da waren wir noch davon ausgegangen, dass die Winterdienste schnell dabei sind. Aber das hat sich im Raum Moers nicht bestätigt", beschreibt Jakubowski den Tag aus Niag-Sicht. Stattdessen seien um die Mittagszeit innerhalb von wenigen Minuten Meldungen von quergestellten Bussen eingegangen. Der Gelenkbus der Linie 911 an der Kreuzung Rheinberger Straße/Klever Straße in Moers war ein solcher Fall, ein Standardbus von zwölf Metern Länge stand auf dem Weg von Kamp-Lintfort nach Geldern im Straßengraben. "Wir sind so lange gefahren wie es ging, wir haben die Fahrer gebeten, die Passagiere noch zu ihren Bushaltestellen zu bringen und an der Endhaltestelle stehen zu bleiben", sagt Jakubowski über die weitere Vorgehensweise an dem Mittag.

Zwischen 15 und 16 Uhr wurde der Fahrbetrieb wieder aufgenommen. "Wir haben vorher den Außendienst rausgeschickt und mit den Fahrern gesprochen." Auf Nachfrage sagte Jakubowski, dass die Niag-Busse keine Winterreifen, sondern Ganzjahresreifen haben. "Laut Straßenverkehrsrecht reicht das bei Schneematsch auch." Am Montag sei die Eisschicht auf der Straße das Problem gewesen. "Und da hat man mit keinem Reifen eine Chance."

In Zukunft soll die Niag-App zeitgenau darüber informieren, wenn sich Busse verspäten oder ausfallen. Man werde die Informationspolitik sicher noch einmal feintunen, sagt der Fachbereichsleiter der Niag.

(bimo)
 
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