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Geldern
Nichtssagende Antwort auf Petition

Geldern. Die Anlieger der Stadtkern-Tangente sind von dem Inhalt enttäuscht. Von Sina Zehrfeld

Ein Jahr hat es gedauert. Jetzt haben die lärmgeplanten Anwohner der Stadtkern-Tangente, die am Seehotel vorbei führt, nach ihrem Hilferuf eine Antwort des nordrhein-westfälischen Landtags bekommen.

Die Anlieger hatten sich im September 2015 mit einer Petition an den Landtag gewandt und ihre Befürchtungen geschildert. Vor allem, dass sie durch die Umleitung des Verkehrs deutlich mehr belastet würden, und dass ihre Nachteile nicht genug berücksichtigt würden. Sie baten um Prüfung der Gelderner Planungen. Und sie kritisierten, dass die früher mal anvisierte große Umgehungsstraße, die "Südumgehung", jetzt nicht mehr im Bundesverkehrswegeplan steht.

Der Petitionsausschuss des Landtages habe am 30. August über das Anliegen beraten, heißt es in dem Antwortschreiben. Im übrigen fasst es die Lage zusammen: Lärmkartierung und Aktionsplanung würden den gesetzlichen Vorgaben entsprechend durchgeführt. Die "Südumgehung" könne nicht in Aussicht gestellt werden. Ein fertiges Konzept für die Umstufung der Tangente zur Bundesstraße - also zur B 58n - liege noch nicht vor. Deshalb lasse sich dazu noch nichts sagen. Für Rainer Spenrath, einer der Vorkämpfer unter den Anliegern, ist das enttäuschend. "Es wurden nur die offiziellen Antworten der Stadt Geldern herangezogen", stellt er fest. Tiefgründiger sei die Betrachtung offenbar nicht. Die Position der Nachbarn sei weder abgefragt worden noch zum Tragen gekommen.

So zitiert der Antwortbrief unter anderem das gesetzte Ziel, dass die Anlieger der Tangente durch die neue Verkehrsführung im Vergleich zu früher nicht schlechtergestellt werden sollten. Für Spenrath ist das ganz offensichtlich nicht mehr einzuhalten.

Enttäuschend findet er auch das Argument, dass es noch kein Konzept zur Umstufung der Route zur Bundesstraße gebe. "Eigentlich wollten wir es ja gar nicht so weit kommen lassen", sagt er.

Er plant, sich nun gemeinsam mit seinen Mitstreitern neuerlich an Verkehrsminister Michael Groschek zu wenden. Die Hoffnung bleibt nach wie vor: "Dass die Straße überhaupt nicht umgestuft wird, oder wenn doch, dann nur vorübergehend, bis die Südumgehung kommt."

Quelle: RP
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