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Geldern
Niersexpress: "Aktuelle Situation nicht hinnehmbar"

Geldern. Landrat Spreen und Nordwestbahn: DB Netz AG verschuldet erhebliche Störungen. Intensive Gespräche aufgenommen.

"So kann es nicht weiter gehen. Die DB Netz AG muss auf der Strecke des Niers-Express endlich dafür Sorge tragen, dass der vertraglich abgestimmte Ersatzfahrplan eingehalten werden kann", bringt Landrat Wolfgang Spreen sein jüngstes Gespräch mit den Verantwortlichen der NordWestBahn auf den Punkt. "Die aktuelle Situation ist für die Fahrgäste nicht hinnehmbar!" Seit wenigen Tagen gibt es eine Baustelle in Meerbusch-Osterrath. Diesen Bahnhof kann der RE 10 (Niers-Express) aktuell nicht anfahren. Daher hat die DB Netz AG der Nordwestbahn für den Niers-Express eine Ausweichstrecke zur Verfügung gestellt und die so genannte "Trassenbelegung" besprochen und vertraglich zugesichert. Die Nordwestbahn hat daraufhin einen Ersatzfahrplan erstellt und ihre Kunden informiert, dass die Umfahrung etwa fünf Minuten mehr Fahrzeit benötigt. Allerdings hat diese Umleitung vom ersten Tage an nicht funktioniert. Immer wieder wurden Güterzüge vorgelassen oder die Strecke war für die Nordwestbahn aus anderen Gründen in der vorgesehenen Zeit nicht befahrbar. "Unsere Fahrgäste sind darüber sehr wütend und unsere positive Entwicklung erfährt einen großen Rückschlag", so Wigand Maethner, Bereichsleiter Marketing & Kundenservice des Verkehrsunternehmens, im Gespräch mit Landrat Spreen. Daher habe die Nordwestbahn intensive Gespräche mit der DB Netz AG aufgenommen. Noch sei die DB Netz AG der NordWestBahn nicht so weit entgegen gekommen, wie es der Vertrag eigentlich vorsieht.

Daher hat das Verkehrsunternehmen nun die Öffentlichkeit über die Hintergründe der Verspätungen informiert. "Unsere Servicemitarbeiter auf dem Zug werden aktuell von den Fahrgästen teilweise übel beschimpft", so Maethner. Daher sei ein Flyer realisiert worden, der die Situation und die Hintergrunde erläutere. Die Nordwestbahn hoffe ferner, hierdurch die Zahl der eingehenden Telefonate und das "NWB-Bashing" in den Sozialen Netzwerken auf ein "erträgliches Maß zu reduzieren".

Quelle: RP
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