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Gelderland
Niersfunding startet in die nächste Phase

Gelderland: Niersfunding startet in die nächste Phase
Sabine Ehinger von der Volksbank betreut die Aktion Niersfunding. Ihr optimistischer Blick bei der Pressekonferenz, als das Projekt vorgestellt wurde, scheint sich zu bewahrheiten. Die Vereine ziehen voll mit. FOTO: Volksbank an der Niers
Gelderland. Die ersten Vereine haben ihre notwendigen Fanzahlen erreicht. Ab morgen startet die Finanzierungsphase für die ehrgeizigen Projekte. Dann sind Spender gefragt. Von der Volksbank an der Niers gibt es zusätzlich Geld. Von Bianca Mokwa

An Fans mangelt es dem SC Blau-Weiß Auwel-Holt nicht. Was gut ankam war der Slogan "Posser braucht 'ne Neue... Mähmaschine", sagt Bernd Wienhofen. Viele Menschen gönnen offensichtlich dem Platzwart einen neuen Rasenmäher. 4500 Euro soll der kosten. Gesucht werden nun Unterstützer, die auch Geld geben wollen. Möglichst viele sollen sich daran beteiligen, um den Traum wahr werden zu lassen. Die Volksbank an der Niers bietet im Internet unter dem Stichwort "Niersfunding" dafür die passende Plattform.

Mit der Finanzierungsphase beginnt die zweite Phase des Niersfundings. "Ich hoffe, dass viele Fans auch Unterstützer werden", sagt Wienhofen. Dafür wird noch einmal die Werbetrommel gerührt, zum Beispiel mit Plakaten in der Bäckerei, in Schule und Kindergarten. "An Orten, an denen die Holter ein und aus gehen. Die will man letztlich auch ein Stück mitnehmen", erklärt Wienhofen. Wem die Liebe zum SC nicht ausreicht, für den hat sich der Verein noch eine Dankeschön-Aktion überlegt. Ab einer Spende von 50 Euro gibt es einen Vereinsschal. "Den gibt es nur für diese Aktion, der ist nicht käuflich zu erwerben", betont Wienhofen. Wer 200 Euro spendet, ist zur Einweihungsfeier mit Currywurst und Schampus eingeladen. "Was auf Sylt kann, kann in Holt auch", sagt Wienhofen.

Dass es mit der Fangenerierung nicht so einfach ist, erlebte die Kesseler Jugend, die Geld für W-Lan zusammenbekommen möchte. "Wir haben 1300 Leute per Facebook erreicht", sagt Michael Hühnlein. Den entscheidenden Schritt, sich als Fan auf der Niersfunding-Seite registrieren zu lassen, machten aber nur wenige, so dass der Verein bis zum Schluss bangen musste, ob er die nötige Fanzahl erreichen würde.

Petra Tißen vom Reit- und Fahrverein Rheurdt erlebt einen positiven Ruck durch den Verein. "Dass wir etwas erreichen wollen, das verbindet auch." Für alle diejenigen, die kein Internet haben, haben die Vereinsmitglieder eine Powerpointpräsentation vorbereitet, um allen den Wunsch nach einer Beregnungsanlage für den Reitplatz nahezubringen. "Es sind auf jeden Fall Leute da, die gesagt haben, dass sie uns unterstützen", sagt Tißen. "Die Frage ist, sind es genug?"

Als zusätzlichen Anreiz gibt es die "Dankeschöns". "Jeder macht ja sein Möglichstes", weiß Tißen. Deswegen fand sie es schwer, eine Staffelung vorzunehmen. Für eine Spende ab fünf Euro gibt es auf Wunsch eine namentliche Nennung, ab 50 Euro die Einladung zur Saisoneröffnung plus Freigetränk. Für die Spender wird zudem eigens eine Shownummer einstudiert, verspricht Tißen.

Der Kevelaerer Sportverein versucht, über das Niersfunding 5000 Euro für den Outdoor- und Fitness-Parcours zu stemmen. Eine Extra-Seite auf Facebook wird geschaltet, "um mehr Informationen zum Projekt zu geben", sagt KSV-Mann Daniel Heinrichs. Das Wichtigste sei, dass der neue Parcours nicht nur für Leute des Vereins ist. Bei der Finanzierungsphase geht es darum, möglichst viele Menschen zu erreichen.

So sieht es auch Mario Schaap vom Förderverein Sauerlandlager Straelen. Das Ziel ist, 2800 Euro zusammenzubekommen für eine neue Hüpfburg. "Wir werden versuchen, möglichst viele kleine Spenden zu bekommen." Damit trifft er den Kern der Idee des Niersfundings: "Gemeinsam schaffen wir das." Sabine Ehinger von der Volksbank betreut die Aktion. "Gas geben, jetzt wird es konkret, jetzt muss gespendet werden", motiviert sie alle, die Vereine zu unterstützen. Die Spender können zwischen einem "Dankeschön" der Vereine wählen oder einer Spendenquittung.

Die Volksbank an der Niers unterstützt die Spendenfreudigkeit der Geber, weil sie ihrerseits Geld obendrauf gibt. "Für jeden zahlenden Unterstützer, der mindestens fünf Euro spendet, geben wir zehn Euro dazu", erklärt Ehinger. Das können pro Projekt bis zu 1000 Euro sein.

Die Spender gehen übrigens kein Risiko ein. Kommt der fürs Projekt notwendige Betrag nicht zustande, erhalten sie ihr Geld zurück.

Quelle: RP
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