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Geldern
Offene Ausbildungsstellen bieten viele Chancen

Geldern. Mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung fällt der gute Start ins Erwerbsleben leichter. Auch Handwerk, Handel, Dienstleister und Industrie benötigen qualifizierten Nachwuchs, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Zum Ausbildungsstart 2016 blieben zahlreiche Ausbildungsplätze unbesetzt. Gleichzeitig sind viele junge Menschen, die eine Ausbildungsstelle suchen, noch "unversorgt". Deshalb ist die Nachvermittlungsaktion, die das Jobcenter Kreis Kleve mit Fachkräften der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve und der Handwerkskammer Düsseldorf durchführt, bereits im August gestartet.

Kreisweit können mehr als 150 junge Menschen, die SGB-II-Sozialleistungen erhalten, von dieser ergänzenden Vermittlung zum Ausbildungsstart profitieren. Die Gesprächsrunden finden an mehreren Standorten im Kreis statt. "Die Vermittlung in eine Berufsausbildung bietet die Chance auf eine nachhaltige Unabhängigkeit von Sozialleistungen", so Landrat Wolfgang Spreen. "Nachvermittelt" werden kann noch bis Ende Januar. Die Fachkräfte von Industrie- und Handelskammer sowie Handwerkskammer sichten im persönlichen Gespräch mit den jungen Erwachsenen die Bewerbungsunterlagen, nennen Unternehmensadressen mit aktuell noch unbesetzten Ausbildungsstellen oder für eine Bewerbung für das kommende Ausbildungsjahr. Eine Beratung über den angestrebten Beruf oder Ausbildungsmöglichkeiten gehören ebenso zum Gespräch wie die Möglichkeiten der Einstiegsqualifizierung. Vielleicht sollte vorab ein Praktikum geleistet werden?

Die Jobcenter im Kreis Kleve laden die Jugendlichen zu den Einzelgesprächen ein, die im Oktober beginnen. Interessierte junge Menschen, die das Angebot noch nutzen möchten, wenden sich an die Mitarbeiter im Jobcenter ihres Wohnortes oder an die Fachkräfte der Kammern. Der aktuelle Bericht "Grundsicherung für Arbeitsuchende" zeigt übrigens, dass die Zahl der SGB-II-Bedarfsgemeinschaften im September erneut gesunken ist (minus 80), und zwar auf 9.083. Dies ist der niedrigste Stand seit fast zwei Jahren. Von den 16.689 Betroffenen sind 12.315 erwerbsfähig, bei den verbleibenden 4.374 handelt es sich in der Regel um Kinder.

Quelle: RP
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