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Geldern
Park-Chaos an der Liebfrauenschule

Geldern: Park-Chaos an der Liebfrauenschule
Neben der Liebfrauenschule ist oft alles zugeparkt, Autos kommen kaum aneinander vorbei. Was passiert, wenn die Feuerwehr durch muss? Das ist eine der Fragen, die sich Anwohner stellen. FOTO: gerhard seybert
Geldern. Zu Stoßzeiten wird es rund um die Liebfrauenschule unübersichtlich. Es gibt ohnehin zu wenig Parkplätze, immer mehr Schüler kommen mit dem Auto, durch Bauarbeiten fällt weiterer Parkraum weg. Anwohner sind genervt. Von Sina Zehrfeld

Regelmäßig geht nichts mehr auf der Bogenstraße und der Straße Am Geesthof neben der Liebfrauenschule. Alles ist zugeparkt, Autos kommen kaum aneinander vorbei, an Engstellen stauen sich Fahrzeuge, Begegnungsverkehr stockt und steht.

Anwohnerin Sabine Krobok ist genervt. "Wenn Veranstaltungen an der Schule sind, ist es ein heilloses Chaos. Da interessiert keinen, ob Abstände zu Autos eingehalten werden oder noch ein Rettungswagen durchkommt", schildert sie. Auch Fußgänger wissen nicht, wohin mit sich selbst. "Die Leute müssen schon mal auf die Straße ausweichen, weil die schmalen Fußwege zugeparkt werden", so Krobok. "Und was ist, wenn da wirklich mal ein Feuerwehrauto durch muss?"

An der Liebfrauen-Realschule kennt man das Problem. "Das ist tatsächlich so", bestätigt der stellvertretende Schulleiter Joachim Domogala. Gerade auf der Bogenstraße, auf deren Fahrbahn es Verengungen gibt, sei die Lage unübersichtlich durch abgestellte Autos und Begegnungsverkehr, der alles blockiert: "Da ist schon mal für 15 Minuten kein Durchkommen."

Üblicherweise passiert das, wenn nach Schulschluss alle gleichzeitig wegwollen und Eltern ihre Kinder abholen. Besonders übel ist es bei schlechtem Wetter.

Generell sind die Parkplätze an der Schule, die von Schülern und Lehrern an Realschule und Berufskolleg gemeinsam genutzt werden, knapp bemessen. Dann gibt es den Trend, dass immer mehr Berufskolleg-Schüler selbst mit dem Auto kommen. Und derzeit fallen durch Bauarbeiten am Sportplatz auch noch Parkplätze weg - das gab der Situation quasi den Rest. "Beim Tag der offenen Tür hatten wir zwei Mal die Situation, dass Kolleginnen so zugeparkt waren, dass sie gar nicht mehr rauskamen", so Joachim Domogala.

Man hoffe, dass die Lage sich entspannt, wenn die Baustelle weg ist - mit Glück mit Ablauf des Jahres. Man habe auch die Eltern schon darauf angesprochen. Sie könnten ihre Kinder ja auch an Treffpunkten abholen, die ein paar Meter entfernt sind, so dass nicht jeder durch die Bogenstraße kurvt. Aber nachhaltigen Erfolg hat das nicht, sagt Domogala: "Wir haben da ja keine Weisungsbefugnis. Wir können nur an die Einsicht appellieren."

Darüber hinaus hat die Stadtverwaltung die Parksituation an der Bogenstraße bei der Verkehrsüberwachung in den Blick genommen, teilt Stadt-Sprecher Herbert van Stephoudt mit. "Der Außendienst fährt die Straße regelmäßig ab - auch aufgrund des dort anliegenden Kindergartens ,Arche Noah'", erklärt er. "Allen aktuellen Beschwerden wird die Stadt Geldern ebenso nachgehen." Zudem werde die Verkehrssituation "im Rahmen der regelmäßigen Abstimmungsgespräche mit der Polizeiinspektion Süd" thematisiert.

Nicht zuletzt beobachte die Feuerwehr die Lage, "vor allem hinsichtlich der Erreichbarkeit der Schule, des Kindergartens und der Anliegerwohnungen mit Feuerwehrfahrzeugen", so van Stephoudt. "Hierzu wurden auch schon Kontrollfahrten durchgeführt, da die Straße ständig für Fahrzeuge der Rettungsdienste passierbar sein muss." Ein weiterer solcher Einsatz, bei dem festgestellt werden soll, ob das gewährleistet ist, werde mit der Feuerwehr abgestimmt. Damit die Ergebnisse auch aussagekräftig sind, warten die Verantwortlichen dafür auf eine passende Gelegenheit, zum Beispiel auf eine Veranstaltung an der Schule.

Quelle: RP
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