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Geldern
Park-Chaos: Liebfrauen-Schulhof darf kein Ausweichplatz sein

Geldern: Park-Chaos: Liebfrauen-Schulhof darf kein Ausweichplatz sein
Parkplätze rund um die Liebfrauenschule sind Mangelware. Anlieger sind genervt. Doch auf dem Schulhof darf nicht geparkt werden. FOTO: Seybert
Geldern. Die problematische Verkehrssituation an der Liebfrauen-Realschule beschäftigt die Gemüter sehr. So fragen sich von der Parkplatzsuche leidgeprüfte Besucher, warum man nicht wenigstens zu Abendveranstaltungen den großen Hof zum Parken freigeben und darauf auch mit deutlicher Beschilderung hinweisen könnte.

Dann müssten Besucher nicht "abends im Dunkeln durch die Straßen irren und eine Parklücke suchen", wie eine RP-Leserin schreibt. Stattdessen sei die große Zufahrt von der Weseler Straße mit Pollern versperrt.

Speziell die Bogenstraße und die Straße "Am Geesthof" sind zu Stoßzeiten und zu Veranstaltungen regelmäßig dermaßen zugeparkt, dass es zu schwierigen Verkehrssituationen kommt. Anlieger sind genervt von dem Chaos vor ihrer Haustür und fragen sich auch, wie da im Fall des Falles noch ein Feuerwehrwagen durchkommen sollte.

Der Schulhof wird aber nicht zur Lösung - er darf auf gar keinen Fall als Ausweich-Parkplatz dienen, betont der stellvertretende Leiter der Liebfrauen-Realschule, Joachim Domogala, vehement: "Man darf nicht mit Autos über den Schulhof fahren, das würden wir niemals zulassen." Dafür gibt es gleich mehrere Gründe. Erstens gibt es auf dem Hof Tartan-Flächen, also Kunststoff-Bodenbelag. Der würde durch Autos zerstört. Zuliefer-Verkehr darf zwar durch, aber: "Da ist gerade mal eine Gasse frei, damit ein Lkw reinfahren kann."

Ferner stehen auf dem Hof Spielgeräte und Pflanzkübel mit Sitzgelegenheiten, zwischen denen man nur ungern Fahrzeuge herumrangieren sähe.

Der bedeutsamste Grund ist aber: Der Hof ist wichtigster Fluchtweg für die Menschen im Gebäude und vor allem der Zuweg für Feuerwehr und Rettungskräfte im Fall eines Unglücks. "Die Feuerwehr würde uns fragen, ob wir wahnsinnig wären, wenn wir den zuparken lassen würden", stellt Domogala fest.

Immerhin gibt es einen Silberstreif am Horizont: Es stehe in Aussicht, dass die Bauarbeiten am Schulgelände, durch die derzeit noch einige Parkplätze blockiert sind, Anfang der Woche ab Montag, 14. Dezember, beendet werden. "Da ist Licht am Ende des Tunnels", so Joachim Domogala. Auch, wenn die Parkplatz-Probleme der Schule und des Umfeldes damit allenfalls gemildert, aber keineswegs gelöst sein werden.

(szf)
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