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Wachtendonk
Pläne für den neuen Kindergarten

Wachtendonk: Pläne für den neuen Kindergarten
In wenigen Wochen wird auch das Außengelände fertig sein, auf dessen naturnahe Gestaltung Korinna Auwelers hinarbeitet. FOTO: gerhard seybert
Wachtendonk. Korinna Auwelers leitet in Wachtendonk die Awo-Einrichtung an der Wankumer Straße. Der naturnah gestalteten Außenanlage kommt bei der Arbeit mit den Kindern zentrale Bedeutung zu. Einzug im Herbst. Von Michael Klatt

Die blonde Frau lässt ihren Blick über die verwilderte Wiese streifen. "Dass wir hier Brachland haben, macht die Sache einfacher", sagt sie. Die Sache, das ist die Anlage eines naturnahen Außengeländes. Das wird eine zentrale Stellung einnehmen in der Arbeit des neuen Kindergartens der Arbeiterwohlfahrt (Awo), der in Wachtendonk an der Wankumer Straße entsteht. Und der von der blonden Frau geleitet wird.

Korinna Auwelers heißt sie. Seit 1992 war sie im Kindergarten der Elterninitiative "Gänseblümchen" tätig, davon fünf Jahre lang als stellvertretende Leiterin. Diese Erfahrung will die 51-Jährige in die neue Awo-Einrichtung einbringen. "Ich war ja im ,Gänseblümchen'-Vorstand lange mit dem dort ursprünglich geplanten Erweiterungs-Projekt befasst." Dieses Vorhaben wurde schließlich aufgegeben, statt dessen lässt die Awo den zweigruppigen Kindergarten dort hochziehen, wo einst das Jugendheim "Old School" stand.

40 Plätze stehen zur Verfügung, 19 Anmeldungen liegen vor. "Ich habe aber noch einige Gespräche zu führen", erklärt die gebürtige Duisburgerin, die seit ihrem 16. Lebensjahr in Wachtendonk wohnt, verheiratet ist und einen Sohn sowie einen Enkel hat. Zusätzlich zu den beiden Gruppen bietet die neue Einrichtung eine angrenzende Tagespflege für bis zu sieben Tageskinder.

Ihre Bewerbung bei der Awo sei unproblematisch verlaufen, erzählte Korinna Auwelers. Nicht zuletzt wegen ihrer Erfahrung im "Gänseblümchen" sei sie positiv empfangen worden. Sie setzt auf Kooperation statt auf Konkurrenz. "Ich will das Gute aus dem ,Gänseblümchen' hinüber in den neuen Kindergarten transportieren."

Deshalb hat sie die schon fürs "Gänseblümchen" tätige Gartenarchitektin Jenny Humrich für den neuen Kindergarten gewonnen. Sie soll dort ebenfalls die Außenanlage naturnah gestalten und dort Rückzugsmöglichkeiten für die Kinder schaffen. Die Basis dafür soll noch während der Bauphase des Kindergartens gelegt werden, die Pläne gibt es schon. Die Gartenarchitektin wird in dieser Sache mit dem pädagogischen Team zusammenarbeiten.

Sieben Mitarbeiterinnen plus eine Hauswirtschafterin sind für die Betreuung der Kinder in der neuen Einrichtung zuständig. Das Programm, so die Leiterin, sei an dasjenige im "Gänseblümchen" angelehnt. "Das Kind steht im Vordergrund, es wird kindzentriert gearbeitet." Es gelte der Situationsansatz: Die Kinder bekommen nichts übergestülpt, sondern es wird das aufgegriffen, was das Kind mitbringt.

"Aus Themen, die die Kinder zu Hause bewegen, können Projekte entstehen", blickt Korinna Auwelers nach vorn. Der Raum und das Material seien die Erzieher. Die Betreuerinnen erfüllt die Rolle als Beobachter und Tröster.

Während des Gesprächs beobachtet die Kindergartenleiterin das Treiben der Bauarbeiter. Der Kindergarten wird nicht in der vorgesehenen Zeit fertig. "Im Oktober oder November ist wohl Einzug", nennt Korinna Auwelers das neue Datum. Währenddessen kommen bis zu zehn Kinder im "Gänseblümchen" unter. Auch das ein Indiz für das angestrebte gute Miteinander der beiden Einrichtungen.

Wer sein Kind im neuen Awo-Kindergarten an der Wankumer Straße anmelden möchte, wende sich an das "Gänseblümchen" in Wachtendonk an der Berliner Straße oder an den Awo-Kreisverband in Kleve, Thaerstraße 21, erreichbar auch über die Internetseite www.awo-kreiskleve.de.

Quelle: RP
 
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