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Geldern
Plan: Info-Säulen für die Innenstadt

Geldern. Etwa 25 Stelen mit Informationen sollen im Stadtkern aufgestellt werden. In der offenen Projektgruppe diskutierten Bürger über die Planung. Von Christoph Kellerbach

Wie kann man die Historie der Stadt am besten den Menschen nahe bringen? Diese Frage ist Teil des "Integrierten Handlungskonzeptes" (IHK) für Geldern und wurde zum eigenen Projekt. Das Büro "Junker und Kruse - Stadtforschung und Planung" aus Dortmund setzt die "Sichtbarmachung des historischen Erbes" um.

"Wir planen Stelen an den wichtigsten Orten in der Stadt, 21 bis 25 sind momentan angedacht. Deshalb wollen wir uns mit den Bürgern zusammensetzen, um erst einmal zu klären, welche Informationen interessant sind. Wir wollen nicht nur Stichpunkte aufschreiben, sondern kleinere Geschichten erzählen und dabei richtige oder fiktive Zitate von Personen, die damals gelebt haben, einarbeiten." So erklärten beim jüngsten Workshop die Projektleiter Andreas Mayer und Sebastian Otto das Vorgehen.

Es hatten sich 17 Geschichtsinteressierte zusammengefunden, um die Platzierungen der Stelen durchzuarbeiten. Diese waren aufgeteilt in die Gruppen "Alltagsleben", "Geistliches Geldern" und "Festung und Herrschaft". Rasch kam die Anregung, auf fiktive Zitate zu verzichten und den Fokus auf die wirklich historisch belegbaren Fakten zu legen. Zudem gab es die Sorge, dass die Stelen zu wuchtig wirken und in einer Häufung zu sehr das Stadtbild beeinflussen könnten. Etwa, wenn eine vor den Kasematten und eine weitere wenige Meter daneben vor dem Mühlenturm stünde.

Im Lauf des Abends erläuterten geschichtskundige Besucher Fakten über Geldern, die sich das Team des Büros "Junker und Kruse" notierte. "Deren Organisation des Treffens war richtig gut", lobte später Gerd Halmanns, Vorsitzender des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend, ebenso wie Stadtarchivarin Yvonne Bergerfurth: "Es ist großartig, dass im Stadtbild die Geschichte und Kultur nun sichtbar gemacht werden soll."

Heimatforscher Heinz Bosch mahnte an, "dass es wahrscheinlich bei einigen Stellen schwierig wird, die Stelen hinzustellen, weil an manchen Orten einfach nichts mehr steht. So ist das ehemalige Rathaus heute eine Omnibus-Haltestellte. Zudem sollten die Stelen-Beschriftungen nicht zu lang werden, da sonst viele Leser wohl leider die Lust verlieren."

Sebastian Otto konkretisierte: "Wir wollen die Textmenge auf etwa 125 Wörter beschränken und haben gleichzeitig einen QR-Code mit im Design", sagte er. "Neugierige können so später auf weitere Informationen zugreifen, die man zum Beispiel auch mit zeitlich befristeten Events verbinden könnte." Das nächste Treffen der offenen Projektgruppe zur "Sichtbarmachung des historischen Erbes" ist für kurz nach den Sommerferien geplant.

Quelle: RP
 
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