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Geldern
Politesse und Passantinnen retten Entenfamilie

Geldern. Da sieht man mal, wie gut es ist, dass das Ordnungsamt patroulliert: Das beherzte Eingreifen einer Politesse und einiger Passantinnen hat gestern in der Gelderner Innenstadt womöglich ein paar süße Entenleben gerettet.

Auf dem Parkplatz der Volksbank an der Webergasse war am Mittag gegen 12.30 Uhr eine Entenmutter mit sechs ganz kleinen Küken unterwegs. Passanten beobachteten mit zunehmender Sorge, wie die Tiere reichlich unkoordiniert zwischen den Autos herumwatschelten und und sich zwischendurch sogar anschickten, todesmutig auf die Bundesstraße 58 zuzusteuern.

Einige Augenzeuginnen sprachen die Politesse Jessica Fronz an, die gerade in der Gegend im Einsatz war. Immerhin, sagten sie, sei Fronz ja Mitarbeiterin des Ordnungsamtes. Und wenn sich niemand kümmere, würden die Kleinen sicher noch unter die Räder kommen.

Das wollte wirklich niemand, also schritt man gemeinschaftlich zur Tat. Eine Anwohnerin beschaffte von zu Hause einen Katzenkorb und einen Kescher. Anschließend machten sich Fronz, die Anwohnerin und eine weitere Passantin auf die Ententreibjagd. Mit viel Geschick, etwas Glück und einigem Hin-und-her-Gescheuche, teilweise noch mit Hilfe weiterer Passanten, schafften die drei es, die Vögel in dem Korb einzufangen.

Zuguterletzt lud eine der Frauen den Transporter voller Federvieh in ihr Auto und fuhr davon, um die siebenköpfige Entenfamilie an der Niers auszusetzen.

Die Szene in der Innenstadt wurde von weiteren Passanten bewundert. Eine Beobachterin äußerte sich später ganz gerührt darüber, wie hingebungsvoll sich die Entenretterinnen um die Angelegenheit gekümmert hatten. Und es sei doch wirklich schön, dass Politessen nicht nur Strafzettel schreiben, sondern auch (Enten-)Leben retten könnten.

(szf)
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