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Geldern
Politik und Schulen fühlen sich übergangen

Geldern. Der geplante Neubau zwischen Sekundarschule und Realschule an der Fleuth sorgt weiter für Gesprächsstoff. Sowohl die Politik als auch die beiden beteiligten Schulen fühlen sich nicht genug in die Planungen eingebunden.

Die Anforderungen für den Ergänzungsbau sind nämlich bereits an verschiedene Architekturbüros weitergegeben worden. Deren Entwürfe, so Markus Sommer von der Stadtverwaltung, würden den Schulleitungen vor den Verhandlungsgesprächen vorgelegt.

Dann könnten "sicher einzelne Aspekte noch mit eingebracht worden", erläuterte Sommer. Aber es sei beispielsweise nicht möglich, "im Nachhinein noch am Raumprogramm herum zu stricken".

In der jüngsten Sitzung des Schulausschusses löste das große Irritation aus. Denn zuvor hatte es nur ein einziges Vorgespräch mit den beteiligten Schulen gegeben, und zwar im Oktober vergangenen Jahres. Er hätte erwartet, sich intensiver einbringen zu dürfen, gab der Rektor der Realschule an der Fleuth, Wilfried Schönherr, an. Und Bettina Mertens, stellvertretende Leiterin der Sekundarschule, pflichtete ihrem Kollegen bei: Da könne sie sich nur anschließen.

Ähnlich lauteten die Stimmen aus der Politik. Man habe sich vorgestellt, dass die beiden Schulen sich zusammensetzten und konkrete Vorstellungen ausarbeiteten, sagte Melanie Croonenbrock (SPD). Und Hauke Siebereichs (CDU) fand, über ein Raumprogramm beispielsweise sollten Politik und Schulen gründlich beraten. "Das kann doch nicht sein, dass wir das nicht vorgeben können", ärgerte sie sich.

Lucas van Stephoudt (FDP) urteilte zusammenfassend: "Ein bisschen ist es doch so, als ob wir die Katze im Sack kaufen." Die FDP sei ja von Anfang an gegen den Neubau gewesen, aber diese Entwicklung sei ja noch mal ein weiterer Grund.

Bürgermeister Sven Kaiser kündigte daraufhin an, man werde sich noch mal mit den Schulen kurzschließen und deren Anregungen einholen: "Wir können es zusammenfassen und an die Büros weitergeben", sagte er. Der Termin dafür ist nun der heutige Freitag. Auch Vertreter der Ratsfraktionen sollen dabei sein.

Ziel der Stadt Geldern ist es, den Erweiterungsbau rechtzeitig zum Schuljahresbeginn 2018 fertig zu bekommen.

Quelle: RP
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