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Issum
Preise für Vorbilder

Issum. Issums Bürgermeister Gerhard Kawaters verlieh gestern Abend die Josef-Diebels-Bürgerpreise. Preisträger sind Gisela Soika, eine Messdiener- und Handarbeitsgruppe sowie die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde. Von Stefan Kriegel

Unter den Begriff "Vorbilder" stellte gestern Abend Issums Bürgermeister Gerhard Kawaters seine Rede zur Verleihung des Bürgerpreises. Daraus sei der Gedanke, einen Preis für das Ehrenamt auszuloben, entstanden.

Nach der Begrüßung und einem kurzen Blick auf die Entstehungsgeschichte des Preises kam der Bürgermeister zu den Preisträgern. Die Jury hat folgende Preisträger ausgewählt: Gisela Soika, den Handarbeitskreis der evangelischen Kirchengemeinde Issum, die Senioren-Messdiener der Kirchengemeinde St. Anna sowie die Freiwillige Feuerwehr Issum.

Für das SOS-Kinderdorf

Dann ging er auf die Preisträger näher ein. Gisela Soika sei eine agile Frau mit vielfältigen Interessen. Den "Josef-Diebels-Bürgerpreis" erhält sie aber für ihre Tätigkeit für das SOS-Kinderdorf in Bethlehem. Süßes macht sie zu Geld und stellt den Erlös dem SOS-Kinderdorf zur Verfügung. Aus ungespritzten Produkten kocht sie jedes Jahr viele hundert Gläser Marmeladen, Gelees und Konfitüren. Ihre Produkte verkauft sie auf dem SOS-Kinderdorfbasar ihrer ehemaligen Schule, zum Advents- und Osterbasar in Hoerstgen sowie auf dem Weihnachts- und Ostermarkt in Issum.

In einer Zeit der Globalisierung sei das Handarbeiten nicht mehr "in", meint der Bürgermeister, anders bei den Preisträgerinnen des Handarbeitskreises der evangelischen Kirchengemeinde. In gemütlicher Runde werden Socken, Schals oder andere Strickwaren hergestellt. Die Produkte werden auf Festen der evangelischen Kirchengemeinde, dem Oster- und Weihnachtsmarkt verkauft. Die Erlöse fließen in die Jugendarbeit der Kirchengemeinde oder in Hilfsprojekte.

Jeder habe schon einmal den Verlust eines nahe stehenden Menschen hinnehmen müssen, fuhr Kawaters fort. Der Tod gehöre zum Leben und löse bei den Hinterbliebenen Trauer aus. Die Gruppe der Senioren-Messdiener der Kirchengemeinde St. Anna lebe auf ihre Weise seit 20 Jahren diese Solidarität. Im Zeitpunkt des Abschiednehmens bringen sie sich ein, indem sie den Altargottesdienst mit dem Priester verrichten und die Betreuung am Grab übernehmen.

Manche hätten sich den Kindheitstraum erfüllt und seien Feuerwehrmann geworden, erklärte Issums Bürgermeister. Der Feuerwehrdienst sei jedoch eine große Herausforderung. Wer mitmache, von dem werde Zuverlässigkeit und Disziplin erwartet. Eine Portion Mut sollte er mitbringen und freie Zeit – nämlich die, die ansonsten der Familie zu Gute käme.

Quelle: RP
 
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