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Straelen
Prinz Mirko I. regiert die Straelener Narren

Straelen: Prinz Mirko I. regiert die Straelener Narren
Prinz Mirko I. (Lenders) hat in der Blumenstadt das Zepter übernommen. Erster Gratulant war GKG-Präsident Uwe Grimm. FOTO: Thomas Binn
Straelen. Gelungene Proklamation in der Stadthalle. Die neue Tollität der Blumenstadt hielt eine bewegende Ansprache, die die Zuschauer gleichermaßen zum Lachen und Weinen brachte. Von Marget Linssen

Das war schon eine Prinzenproklamation der Extra-Klasse. Da waren sich die Gäste in der Stadthalle einig. Ein "Prinz der Emotionen", wie der Präsident Uwe Grimm den neu gekürten Prinzen Mirko I. titulierte, wurde gekürt. Doch vorher galt es noch Abschied zu nehmen vom "alten Prinzen", Stefan I., der mit seiner Garde würdevoll "in den Ruhestand" geschcikt beziehungsweise in den Prinzenrat aufgenommen wurde.

Ein abendfüllendes und kurzweiliges Programm hatten sich die Macher der Großen Karnevalsgesellschaft Narrenschiff plus zahlriecher Mitwirkender ausgedacht. In einem Theaterstück machten sich Piraten, die auf einer einsamen Insel gestrandet waren, auf die Suche nach einer Stadt namens "Straelen". Karin van de Stay und Ruth Nieskens (Trina & Mina) waren als Touries in Köln unterwegs. Birgit Schröders fungierte als Schutzheilige Ursula und Ansgar Delbeck stellte sehr gekonnt die Loreley dar. Als die "Suure Prumme" als "Heiße Uschis" die Bühne enterten, tobte der Saal. Kein Wunder bei so viel sexy Männerhaut. Als dann noch ein kompletter Karnevalszug, angeführt von Nöll und Anneliese auf die Bühne kam, war das Publikum nicht mehr zu halten. Unter den Klängen des Trommlerkorps sang der ganze Saal "Un wenn dat Trömmelche geht" mit. Der Bazillus "Karnevalitis" war ausgebrochen.

Mit Knall und Getöse kam dann Prinz Mirko I. (Lenders) in rot-weißer Prinzenrobe durch die "Picardie" auf die Bühne. In einem Regen aus Goldglitter riss er die Arme hoch und jubelte den Narren zu. "Enne staatse Keel" würde man in Straelen sagen! Mit Prinz Mirko I. (Lenders) hat in der Blumen- und Gemüsestadt ein Herrscher das Zepter übernommen, der die Herzen und die Tränen überfließen ließ. Nicht zuletzt daran "Schuld" waren die bewegenden Worte, die er in seiner frei gehaltenen Ansprache hielt. Dass es seit Kindertagen sein Traum gewesen ist, einmal in Straelen Prinz zu sein, ist nicht weiter verwunderlich. Ist er doch in eine "Prinzenfamilie" hineingeboren worden. Mit der Muttermilch hat er den Karneval aufgesogen und ihn gelebt. Er nahm sich selbst auf die Schippe. "Ich war erstaunt, als ich die vielen überraschten Gesichter in der Halle gesehen habe. Dabei war das so ein gut gehütetes Geheimnis in Straelen", so der Neugekürte. Dabei hatte er die Lacher auf seiner Seite.

Zu Tränen gerührt waren dann die Zuschauer, als er auf die Familientradition hinwies. Schon Opa Ben, heute 89 Jahre alt, war Prinz, sein Vater Karl-Heinz (Lenni) war es ebenfalls. Deutlich war Prinz Mirko I. anzusehen, wie stolz er auf seinen Sohn Maurice ist, der als kleiner Gardist einmarschiert war.

Nachdem der Präsident des Prinzenrates, Prinz Gerry I., ihm die langen Fasanenfedern, als offizielles Zeichen eines Prinzen angesteckt hatte, konnte die Garde zeigen, was sie so draufhat. Eine homogene Truppe, die auf eine schöne Session hoffen lässt.

Quelle: RP
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