| 00.00 Uhr

Geldern
Radeln und Laufen gegen den Krebs

Geldern: Radeln und Laufen gegen den Krebs
Auch zu Fuß waren viele Teilnehmer unterwegs. Sie alle liefen für den guten Zweck. FOTO: van Offern Markus
Geldern. "Big Challenge" in Winnekendonk: Über 200.000 Euro an Spenden im Kampf gegen die Krankheit gesammelt. Von Dana Gossens

Der Kampf gegen den Krebs ist eine große Herausforderung - eine "Big Challenge". Um diese Herausforderung zu schaffen wurde nun zum dritten Mal die "Big Challenge" ausgetragen. Der Samstag bildete den Abschluss des dreitägigen Events. Rund 320 Läufer und Radfahrer wagten sich auf eine acht oder 43 Kilometer lange Strecke. Ausgangspunkt war der SV-Viktoria-Sportpark.

Ludger Conrad war einer der Teilnehmer. Er fuhr die lange Strecke, die ihn bis nach Xanten führte, mit dem Rad. Er beschreibt, was seine Motivation ist: "In der Zukunft wird es immer mehr Menschen geben, die an Krebs erkranken. Denn die Menschen werden immer älter. Das ist ein Problem, das angesprochen werden muss." Es sei zudem wichtig, dass die Betroffenen mental unterstützt werden. "Viel Einsatz ist da notwendig. Deswegen bin ich hier."

Neben dem Lauf gab es noch eine Vielzahl an weiteren Beschäftigungsmöglichkeiten. Interessante Showacts wie die der Kevelaer Cheerleader, aber auch Verlosungen sorgten für gute Stimmung. Verhungern oder verdursten brauchte auch niemand. Sämtliche Einnahmen gehen an die Deutsche Krebshilfe.

Rund um den Sportpark in Winnekendonk hatte der Veranstalter für ein ordentliches Rahmenprogramm gesorgt. FOTO: van Offern Markus

Veranstaltet wurde die Aktion von Georg und Petra Biedemann. "Wir haben die Idee vor drei Jahren aus Holland übernommen. Seitdem wird das immer populärer", berichtet Georg Biedemann. "Die Aktion wird sehr gut aufgenommen und die Stimmung ist super." Doch es sei auch ein Ziel, dass die Menschen sich motiviert fühlen, Sport zu treiben. Denn das sei gut gegen die Krankheit. Petra Biedemann lobt auch das Engagement von außerhalb: "Die Showacts sind kostenlos hier, damit eine möglichst hohe Spendensumme zusammenkommt. Pro Teilnehmer sind zudem anderthalb Helfer im Einsatz." Darunter sind die Landfrauenverbände und Schützenverbände, aber auch private Helfer. Sie versorgten die Läufer und Radler mit Nahrung und Wasser.

Von 5 Uhr morgens bis 22 Uhr moderierten Ferdi van Heukelum und Annett Steickardt die Veranstaltung. Sie kommentierten die Auftritte und interviewten Krebspatienten. Die ganzen drei Tage standen im Zeichen der Krebsbekämpfung. An diversen Ständen konnten sich die Besucher über die Krankheit informieren.

Barbara Fronhoffs war eine der Helferinnen des Rheinischen Landfrauenverbandes. Sie verkaufte Kuchen. "Die Veranstaltung ist toll organisiert. Es wird jedes Jahr professioneller. Und auch das Programm ist sehr spannend. Auch die Leute, die nicht mitfahren oder laufen, werden gut unterhalten." Das zeigt sich an den vielen Besuchern auf dem Sportplatz. Sowohl Kinder als auch Erwachsene genießen die Auftritte und das Essen. Eine Hüpfburg und das Kindertheater von Rainer Niersmann bot den Kindern gute Beschäftigung. Auch für die Erwachsenen war gesorgt.

Die Spendensumme lag Samstag bei rund 175.000 Euro. Doch Biedemann ist zuversichtlich, dass sich die Summe noch auf über 200.000 Euro erhöht. Damit soll dann möglichst vielen Menschen geholfen werden.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Geldern: Radeln und Laufen gegen den Krebs


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.