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Steffi Neu
Radiomoderatorin reist mit nach Afrika

Geldern. kreis kleve Die Koffer sind gepackt, der gelbe Impfpass hat alle wichtigen Stempelchen, heute ist es soweit: Steffi Neu, frisch gekürte Deutsche Radiopreisträgerin, reist mit einer kleinen Truppe vom Niederrhein nach Westafrika, nach Benin. Seit zwei Jahren ist die Radiomoderatorin aus Keppeln Botschafterin der Kevelaerer Stiftung "Aktion pro Humanität". Die engagiert sich seit mehr als 20 Jahren ehrenamtlich in Benin und im Niger, hat ein Hospital in Benin, in Gohomey, aufgebaut. Wir haben Steffi vor der Abreise noch erwischt.

Das erste Mal Afrika, aufgeregt?

Steffi Neu Absolut. Mein Bruder hat, als wir Kinder waren und gestritten haben, immer gesagt: "Phh, dann geh' ich halt weg nach Afrika." Und dann hab' ich geheult, und er kam wieder zurück. Insofern hat dieses "nach Afrika" gehen für mich eine besondere Bedeutung" (lacht).

Wie bereitest Du Dich vor?

Neu Erstmal diese ganze Impf-Arie. Damit haben wir im Sommer schon angefangen. Als mein Hausarzt Achim das große Buch rausholte mit der Riesenliste von Krankheiten, die man sich da holen kann, wurd' mir schon anders. Wir sind dann zur Tropenmedizinerin und haben das alles hingekriegt. Hoffentlich. Ansonsten, was Vorbereitung angeht: Ich arbeite nach Anweisungen von Dr. Elke Kleuren-Schryvers, der Präsidentin der "Aktion pro Humanität": Lange Hosen, langärmlige Shirts, "zue" Schuhe, Käppi...

Worauf bist Du gespannt?

neu Auf den ersten Moment, Afrika zu riechen. Die Luft, die Düfte, das muss ein toller Moment sein. Ich freue mich so sehr auf die Menschen. Auf Geschichten, auf Hände reichen und nach vorne gucken. Ich möchte die Not nicht als Not sehen, sondern als Ansporn, etwas zu tun.

Warum ist Dir das wichtig?

neu Weil ich glaube, dass wir den Menschen in ihrem Zuhause Sicherheit, Bildung und Gesundheit geben müssen, damit sie zu Hause bleiben wollen. Das ist in heutigen Zeiten doch das A und O. Die Menschen sollen eine Perspektive haben, da wo sie leben, wo ihre Familien sind.

Da wird doch Französisch gesprochen...

neu ...und ich hatte es ein paar Jahre in der Schule. Ich kann ohne Probleme auf französisch Bier bestellen. Das wird mir in Benin vermutlich nicht nutzen. Es gibt bestimmt eine gute Übersetzungsapp fürs Handy... Und ansonsten: Hände, Füße, Gesicht, ich kann auch Sätze vortanzen, wenn's sein muss. Wenn ich dann am Ende allerdings ein Bier kriege, hätte ich's auch einfacher haben können.

Steffi Neu wird für uns täglich aus Benin berichten.

Quelle: RP
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