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Geldern
Radweg Vernum: Grünes Licht von der Bahn

Geldern: Radweg Vernum: Grünes Licht von der Bahn
Die Bahn hat jetzt dem Umbau am Meiersteg zugestimmt. FOTO: Seyb
Geldern. Einsatz von Ex-Landrat Gerd Jacobs hat sich gelohnt. Gefährliche K-34-Strecke wird entschärft. Von Lutz Küppers

Über diese Tatsache hat sich Gerd Jacobs schon lange aufgeregt. Immer, wenn der Vernumer mit seiner Fiets vom Hartefelder Woltersweg durch seinen Heimatort bis nach Pont zum Möhlendyck geradelt ist, fiel ihm die gefährliche Verkehrsführung auf der Strecke auf. Dieses Stück der Kreisstraße 34 (kurz K 34) verfügt nämlich über keinen Radweg (die RP berichtete). "Und ich habe hier schon mehrere gefährliche Situationen gesehen oder selbst erlebt", so der Ex-Landrat des Kreises Kleve. Was natürlich auch daran liegt, dass die Strecke enorm beliebt bei Radlern ist. Und das nicht nur, weil das Café Steudle direkt daran liegt. Sondern auch, weil der Abschnitt in diversen Radwanderkarten verzeichnet ist. In der "Fossaroute" zum Beispiel. Oder der "Niederrheinroute". Trotz fehlenden Radweges. Weil er sich als Verbindungsstück anbietet, aber auch landschaftlich reizvoll ist.

Umso mehr freut sich Jacobs jetzt, dass ihm Post von Wolfgang Spreen ins Haus geflattert ist. Darin bestätigt der aktuelle Landrat, dass es "endlich gelungen ist, eine Planungsvereinbarung mit der DB abzuschließen". Denn die Einwilligung der Bahn, den Übergang Meiersteg, der auf der Strecke liegt, umzubauen, hatte bisher gefehlt. "Es gibt jetzt also quasi ,Grünes Licht' für den neuen Radweg", freut sich Gerd Jacobs.

Aus dem Schreiben von Wolfgang Spreen geht weiter hervor, dass die Kreisverwaltung nun die Grundstückseigentümer anschreiben wird, um die benötigten Flächen für den Radweg zu erwerben. Das sei Voraussetzung für die Realisierung. Dabei käme er gerne auf die Hilfe von Jacobs bei den Verhandlungen mit den Besitzern zurück, kündigt er in dem Schreiben an. Wenn es denn überhaupt nötig sein sollte. Denn der Flächenbedarf ist relativ gering.

Sollten die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen und auch die zu erwartende Einigung mit der Bahn zum Kreuzungsumbau des Übergangs Meiersteg erreicht werden, würde ein Zuschussantrag an die Bezirksregierung gestellt, so Spreen weiter. Und: "Wenn dann die Bewilligung der Landesmittel entsprechend zeitnah erfolgt, kann frühestens 2017 mit dem Ausbau begonnen werden."

Die entsprechenden Eigenmittel des Kreises seien jedenfalls für 2017 vorgesehen. Das Projekt wird zu je einem Drittel von Kreis, Land und Bund getragen.

Quelle: RP
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