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Geldern
Rasante Abfahrt am Welberssee

Geldern: Rasante Abfahrt am Welberssee
Hautnah am Geschehen konnten die Zuschauer beim Gelderland-Enduro sein. Dafür mussten einige aber eine Kletterpartie auf sich nehmen. FOTO: Seybert
Geldern. Insgesamt 175 Teilnehmer waren beim 15. Gelderland-Enduro. Zum letzten Mal waren im Hindernis-Parcours Ausdauer und Geschick gefordert. Von Annika Duda

Über sandige Hügel und zahlreiche andere Hindernisse ging es gestern für die Motorrad- und Quad-Jockeys des Gelderland-Enduro am Welberssee. Das Rennen fand in diesem Jahr zum 15. und letzten Mal statt.

Viele Zuschauer hatten einen der vielen Kiesberge am See erklommen, um von dort einen besseren Ausblick auf das Rennen erhaschen zu können. Nachdem sich alle Enduro-Fahrer am Startpunkt versammelt hatten, ertönte ein Startschuss und das Rennen auf der Hindernispiste wurde eröffnet. Organisiert wurde das Rennen von der Stadt Geldern, dem "Enduro Club Hassum" und dem Team "Shadow Quad Geldern". Unterstützt wurden sie unter anderem von DLRG und Jugendfeuerwehr sowie der Bruderschaft Boeckelt.

140 Enduro-Fahrer und 35 Quadfahrer nahmen diesmal teil. Die Fahrer traten alle mit ihren eigenen Maschinen an. "Etwa 80 Prozent der Fahrer kommen hier aus der Region", erzählte Klaus Biesen, Mitglied des "Enduro-Club Hassum". "Es sind aber auch Fahrer aus Karlsruhe und den Niederlanden dabei." Bis zu 100 freiwillige Helfer hatten beim Aufbau der 4,1 Kilometer langen Strecke geholfen. "In dem Rennen fahren jeweils zwei Gruppen eine Stunde lang um die Wette, davon kommen die 25 Besten ins Finale", erklärte Biesen.

Die Fahrer mussten Hindernisse wie Bäume, Betonröhren und Hügel bewältigen, eine Runde dauerte etwa zehn Minuten. Mitmachen durfte jeder ab 18 Jahren, eine Altersbeschränkung nach oben gab es nicht. "Hier machen auch Fahrer um die 60 mit", so Biesen. "Die Hauptsache ist, dass man Spaß hat, wir erhalten auch immer sehr viele positive Rückmeldungen von den Fahrern." Nach den Rennen bekam jeder Teilnehmer ein Gelderland-T-Shirt geschenkt.

Da das Gelände am Welberssee für Abgrabungen vorgesehen ist, fand das Rennen zum letzten Mal statt. "Falls jemand uns im nächsten Jahr eine freie Fläche zur Verfügung stellen könnte, darf er sich gerne bei uns melden", so Biesen. Mit am Start für das Enduro-Rennen war Thomas Zidorn. "Beim Rennen kommt es weniger auf die Maschine, sondern vor allem auf den Fahrer an", sagte er. "Da sind vor allem viel Ausdauer und Geschicklichkeit nötig."

Ein Thema, das öfter in Verbindung mit dem Rennen aufkommt, ist der Naturschutz. "Dieser ist aber auf jeden Fall gewährleistet, da die Maschinen so konstruiert sind, dass sie kein Öl verlieren können", betonte Biesen. Besonders schätzt er an dem Rennen die Freundschaften, die in all den Jahren geschlossen wurden. "Egal, bei welchem Enduro-Rennen man in Deutschland ist, man trifft dort immer jemanden, der ein Gelderland-T-Shirt trägt", merkt Biesen nicht ohne Stolz an.

Quelle: RP
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