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Geldern
Regionen kooperieren für neue Ideen

Geldern. Die Leader-Region der Städte Geldern, Kevelaer, Nettetal, Straelen sowie die Vital-Region wollen zusammenarbeiten. Von Birgitta Ronge

Manche Probleme sind überall gleich: Auf dem Land fahren die Busse oft nur einmal pro Stunde, am Wochenende gar nicht. Dorfbewohner müssen weite Wege zurücklegen, um zum Einkaufen oder zum Arzt zu kommen. Gaststätten sind geschlossen, Geschäfte ebenso. Die Umgebung ist schön - doch wenn mehr Touristen kommen würden, wäre es noch schöner.

Damit der ländliche Raum langfristig lebenswert bleibt, hat die Europäische Union das Förderprogramm "Leader" auf den Weg gebracht. Die Abkürzung steht für "Liaison entre actions de développement de l´économierurale" - Französisch für die "Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft". Das Programm wird mit EU-Mitteln und Landesmitteln gefördert. Eine "Leader"-Region sind die Städte Geldern, Kevelaer, Nettetal und Straelen, die sich unter dem Namen "Leistende Landschaft" zusammengeschlossen haben. Brüggen, Niederkrüchten und Schwalmtal bilden die "Vital"-Region "Schwalm-Mittlerer Niederrhein". Auch durch "Vital" soll der ländliche Raum gefördert werden.

Jetzt haben die beiden Nachbarregionen die Zusammenarbeit beschlossen. Die Bürgermeister unterzeichneten in der Biologischen Station Krickenbecker Seen den Kooperationsvertrag. Die Zusammenarbeit bringe "neue Ideen, die über die bloße Netzwerkbildung hinausgehen", erklärt Hans-Josef Linßen, Vorsitzender der "Leader"-Region und Bürgermeister Straelens. Künftig wollen sich die Beteiligten stärker darüber austauschen, welche Projekte sie wie auf den Weg bringen. Denn was nebenan funktioniert, kann auch für die eigene Region eine gute Idee sein: "Die Probleme enden nicht an Gemeindegrenzen", so Alexandra Lenz, Regionalmanagerin der Vital-Region "Schwalm-Mittlerer Niederrhein".

Die "Leader"-Region "Leistende Landschaft" bringt gerade fünf Projekte auf den Weg: Unterstützt werden sollen mehr Maßnahmen zur Biodiversität auf landwirtschaftlichen Flächen, eine Route der Landschaftskultur und des Agrobusiness, Dorf-Integrationsfachkräfte, die Flüchtlingen und Saisonarbeitern bei der Integration helfen, ein Bewegungsparcours des Stadtsportverbands Straelen sowie ein Sinnesgarten am Gelderner Krankenhaus. Zudem kooperiert die Region mit der Leader-Region Alpen, Rheinberg, Sonsbeck, Xanten bei einem Umweltbildungsprojekt.

Quelle: RP
 
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