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Straelen
Richtfest für Straelens "Markt Rose"

Straelen: Richtfest für Straelens "Markt Rose"
Auf dem Gerüst am Rohbau der "Markt Rose" brachte Florian Fischer (l.), assistiert von Stefan van Bebber, den Richtspruch aus. FOTO: gerhard seybert
Straelen. Rohbau des Wohn- und Geschäftshauses an der Gelderner Straße ist fertig. Arbeiten von 6 bis 22 Uhr im Zwei-Schicht-Betrieb. Unternehmer Hermann Tecklenburg dankt verständnisvollen Nachbarn. Fertigstellung im ersten Quartal 2018. Von Michael Klatt

Für Hermann Tecklenburg war gestern in doppelter Hinsicht ein besonderer Tag. Es galt, das Richtfest für sein Projekt "Markt Rose" in Straelen zu feiern. "Und außerdem ist es das 100. Richtfest für mich", blickte der Unternehmer auf Jahrzehnte lange Erfahrung im Baugeschäft zurück. Und es sei lange her, dass es aus diesem Anlass ein "Heimspiel" gegeben habe, erklärte Tecklenburgs Mitarbeiter Edgar Walter. Der blickte auf die Arbeiten im Zwei-Schicht-Betrieb von 6 bis 22 Uhr zurück, wodurch das Bautempo verdoppelt worden sei. "Es gab große Anerkennung für die Leistung", erklärte Walter. Mit dem Architektur-Wettbewerb, aus dem der Neusser Eckehard Wienstroer unter vier Bewerbern als Sieger hervorging, seien neue Wege beschritten worden.

Das neue Wohn- und Geschäftshaus sei eine positive Weichenstellung für den Straelener Ortskern, betonte stellvertretende Bürgermeisterin Monika Lemmen. Ein "architektonisch außergewöhnliches Objekt" ist es für Tecklenburg, der sich über die immer größer werdende Nachfrage freut. Die Hälfte der 20 Eigentumswohnungen in Größen von etwa 49 bis 95 Quadratmetern ist laut Walter bereits verkauft. Barrierefreie Zugänge, Aufzug, elektrische Rollläden, Videosprechanlage, hochwertiger Parkettboden beziehungsweise Fliesen und ebenerdige Duschen zählen zu den Ausstattungsmerkmalen. Es werden auch möblierte Wohnungen samt Küche angeboten. Außerdem gibt es eine Garage mit acht Pkw-Stellplätzen.

Das Erdgeschoss bietet Platz für zwei Gewerbeflächen. Dort soll auch ein neues gastronomisches Konzept umgesetzt werden. "Ich hoffe, dass die Straelener dann auch in diese Bar gehen", sagte Tecklenburg. Er räumte ein, dass ihm dieses Objekt, das in der Straelener Politik und Bürgerschaft umstritten war, zwischenzeitlich auf die Nerven gegangen sei.

Es sei bemerkenswert, dass die Nachbarn den Baulärm von früh morgens bis spät abends ertragen hätten. "Sie leben aber dafür auch nicht mehr neben Schrottbuden", spielte er auf die Bausubstanz an, die für die "Markt Rose" weichen musste. Der Neubau verändere das Umfeld positiv. Mit Blick auf die Kritik an dem Projekt meinte Tecklenburg in Richtung der Kommunalpolitiker: "Knickt nicht so schnell ein."

Stellvertretende Bürgermeisterin Monika Lemmen meinte, man müsse gemeinsam die Wohn- und Lebensqualität verbessern. Der Name "Markt Rose" passe zur Blumenstadt und stehe für Anmut, Edles und Schönes.

Die Einsegnung des Rohbaus nahmen für die katholische Kirchengemeinde Charles Raya und für die evangelische Kirchengemeinde Christian Werner vor. Die Rose stehe auch für Liebe, und es solle ein Haus der Liebe für ganz Straelen sein, wünschte Werner. Raya sprach allen Beteiligten Respekt und Anerkennung aus und wünschte für das weitere Arbeiten sowie die Zukunft des Hauses insgesamt Glück und Wohlergehen.

Der Richtspruch in luftiger Höhe war die Sache von Florian Fischer, bevor zum Schmaus geladen wurde. Viele Gäste nutzten später die Gelegenheit, sich die "Markt Rose" bei einer Führung ausgiebig zeigen zu lassen. Die Fertigstellung des Gebäudes wird nach jetzigem Stand im ersten Quartal des nächsten Jahres sein.

Quelle: RP
 
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