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Issum
Ritter und Burgfräuleins in der Kita

Issum: Ritter und Burgfräuleins in der Kita
Die Kinder bastelten mit den Erzieherinnen in "Os Hött" bunte Wappen und Schilder. FOTO: Gerhard Seybert
Issum. Der Kindergarten "Os Hött" feierte mit vielen Besuchern sein 20-jähriges Bestehen. Auf dem Programm standen unter anderem Stockbrotbacken, Show-Schwertkämpfe und Ritterspiele. Die Erzieher sind mit viel Herzblut dabei. Von Sarah Cox

Der Kindergarten "Os Hött" brachte das Mittelalter nach Sevelen. Zu seinem 20-jährigen Bestehen luden die Betreiber mit der freien Ritterschaft Niederrhein waschechte Ritter zu sich ein. Der Verein aus Kamp Lintfort folgte dieser Einladung gerne und baute sein buntes Zeltlager auf dem Hof des Kindergartens auf, um gemeinsam mit den Kindern, Familien, Erziehern und allen freiwilligen Helfern in mittelalterlicher Atmosphäre den Jahrestag zu feiern.

Zwei Jahrzehnte ist es nun her, dass sich eine Gemeinschaft aus engagierten Eltern zusammengeschlossen hat, um aus dem Bedürfnis nach Kinderbetreuung heraus den Verein "Oss Hött" ins Leben zu rufen. Gemeinsam gründeten sie den gleichnamigen Kindergarten. Die aktuellste Anschaffung, ein Klettergerüst, ist nur ein Teil des großen Angebotes. Für 44 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren bietet die Einrichtung Platz, die "Größeren" erfahren im "Maxiclub" eine spielerische Vorbereitung für die Schule. So bekommt der Kindergarten von Eltern und Kindern positive Rückmeldung für das Angebot und die pädagogische Arbeit.

Für das Fest hatte sich das Organisationsteam, bestehend aus Vorstand und Elternrat, mit dem Ritterfest etwas Besonderes ausausgedacht. Stockbrotbacken, Show-Schwertkämpfe und Ritterspiele brachten die Kinderaugen zum Leuchten. "Das ganze Jahr verbringen die Kinder im Kindergarten schon unter dem Thema Ritter, was viele zu echten Ritterfans gemacht hat", sagte Stefanie Mohr, die Vorsitzende des Vereins. "Deshalb haben sich die Kinder besonders auf diesen Tag gefreut und sind mit Begeisterung dabei." So konnte man viele kleine Ritter und Burgfräuleins in selbstgebastelten Rüstungen und Kostümen im Hof toben und die "großen" Mittelalterexperten in ihren Zelten sehen.

Helma Meurisch ist schon seit den Anfängen dabei und hat als Erzieherin ihren Herzensberuf gefunden. "Die Arbeit mit den Kindern ist toll und auch nach so vielen Jahren noch spannend und aufregend", sagte sie. Mit der Betreuung von Kindern unter drei Jahren und wachsenden formellen Ansprüchen seien neue Herausforderungen dazugekommen, doch die Arbeit mit den Kindern sei noch die selbe: "Man muss ständig neu anfangen und das Tollste an dem Beruf als Erzieherin ist, die Kinder beim Großwerden zu begleiten und zu sehen, wie sie lernen und fit werden für die Schule und das weitere Leben", sagte Meurisch. "Mittlerweile haben wir hier Praktikantinnen und Mütter die ich selber als Kinder in "Os Hött" betreut habe, das ist ein besonderes Gefühl. Für diese tollen Momente lohnt sich alle Anstrengung und auch nach so langer Zeit möchte ich weiter hier im Kindergarten bleiben."

Quelle: RP
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