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Wachtendonk
Robert Winschuh neuer Pastor in Wachtendonk

Wachtendonk: Robert Winschuh neuer Pastor in Wachtendonk
Zwei neue Geistliche für St. Marien Wachtendonk-Wankum-Herongen: Pastor Robert Winschuh (l.) und Pastoralreferent Frank Ingendae. FOTO: Seybert
Wachtendonk. Am Sonntag wurde der Geistliche der Gemeinde eingeführt. Bei seiner ersten Predigt in St. Marien hielt der Pfarrer die Menschen dazu an, zusammen zu arbeiten für eine bessere Zukunft. Von Christoph Kellerbach

Am Sonntagnachmittag in der St.-Marien-Kirche kamen die verschiedensten Emotionen zusammen. So war die Einführung von Pastor Robert Winschuh gleichzeitig ein Abschied und eine Ankunft. Das Gotteshaus war dementsprechend komplett gefüllt. Doch damit nicht genug: Auch aus den Orten, an denen Winschuh früher tätig gewesen ist, waren zahlreiche Besucher vor Ort. Aus seinem Heimatdorf Ginderich, aus Hamm-Bockum-Hövel und sogar aus Beckum, in dem er seine Kaplansjahre verbracht hatte, kamen die Menschen mit zwei großen Reisebussen nach Wankum. Dabei wollten die Besucher "schauen, dass unser Robert auch sicher in eine gute Gemeinde kommt und es ihm gut geht", wie einige der älteren Reisenden meinten.

Zusätzlich waren auch noch Fahnenträger verschiedener Vereine der ehemaligen Wirkungsstätte des Pastors anwesend, die sich zusammen mit Abgeordneten vieler verschiedener Gruppen und Vereine aus der Gemeinde Wachtendonk-Wankum-Herongen zusammentaten. So prächtig flankiert wurde Winschuh mit dem neuen Pastoralreferenten Frank Ingendae in die St.-Marien-Kirche geführt.

Nach einer Einleitung durch Pater Josef Pazhoor, der seit dem Weggang von Pfarrer Ralf Lamers Ende Oktober übergangsweise die Verwaltung übernommen hatte, nahm Dechant Theodor Prießen die Einführung der beiden Neuankömmlinge vor. Er las dazu einen Brief zur Einsetzung von Bischof Felix Genn aus Münster vor, in dem dieser sich wünsche: "Weidet die Herde Gottes bei euch. Nicht, weil ihr dazu gezwungen werdet, sondern freiwillig. Seid ein Vorbild für die Herde!" Danach übergab der Dechant Pastor Winschuh ein Hirtenschüppchen mit dem Emblem von St. Marien, dem Datum von Sonntag und dem Namen des neuen Hirten. Und da das Schüppchen das Suchen in der Erde nach Wasser symbolisieren soll, wurde Pastoralreferent Frank Ingendae ein Glas mit Erde übergeben, dessen drei Schichten aus den Orten der Gemeinde kommen und aus dem eine Rose sprießt. Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes waren derweil die drei verschiedenen Kirchenchöre der Gemeinde sowie der Jugendliturgie-Kreis und der Chor "Choriosus" zuständig.

Bei seiner Vorstellungs-Predigt ging Pfarrer Robert Winschuh, dessen Heimatgemeinde St. Mariä Himmelfahrt in Wesel-Ginderich ist, direkt auf seine neuen Schäfchen ein und verglich das erste Mal vor seiner jetzigen Gemeinde mit "einem Tandem-Sprung. Denn wenn ich hier so in die Menge schaue, werden sich manche Frage: Na, wird der Fallschirm sich öffnen, oder nicht?" Er meinte zu seiner neuen Herde: "Macht euch keine Sorge, der Glauben an Gott ist unsere Stärke", auch wenn es in eine "unabwägbare Zukunft" gehen würde, bei der sich noch zeigen wird, "ob uns die Fragen der Zeit auseinander, oder ob uns die Suche nach den Antworten wieder zusammen führen wird."

"Unsere Aufgabe ist es, in all die Dunkelheit hinein Gottes Barmherzigkeit ausrufen zu dürfen: Ja, du darfst sein, wie du bist!" Winschuh beendete seine Rede mit den Worten: "Gerne möchten wir mit Ihnen allen überlegen, wie die Zukunft ausgehen kann. Aus meinem eigenen Lebenslauf weiß ich zumindest so viel: Es geht nur miteinander."

Quelle: RP
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