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Straelen
Rundgang verdeutlicht Straelener Probleme

Straelen. Dem Regen getrotzt haben die Besucher des zweiten Stadtspaziergangs von GO/Grünen zum Thema "Baukultur Innenstadt". Begleitet wurde die Gruppe von Dr. Andreas Stürmer vom LVR- Amt für Denkmalpflege und Bauamtsleiter Harald Purath. Der Rundgang begann vor dem Rathaus und steuerte als erstes eines der vieldiskutierten Vorhaben in Straelen an, den Ostwallparklatz. Es wurde deutlich, dass sich die Bürger von der Stadt ein schlüssiges Konzept wünschen, wie Kunden des Einzelhandels zu einem Gang durch die Innenstadt motiviert werden können. Stürmer erklärte am Beispiel des Giebelhauses an der Gelderner Straße/Ecke Marktplatz, worin der Unterschied zwischen "subjektiv" erhaltenswert und einem "Baudenkmal" liegt. Der sture Erhalt von rein "hübsch anzusehenden" Gebäuden könnte auch zur Blockade von Platz in der Innenstadt führen.

Die Gruppe diskutierte intensiv über Entwicklungschancen der Innenstadt. Dabei war ein Kritikpunkt, warum Straelen so wenig grün sei. Eine Zunahme von Steingärten und der Verlust von immer mehr der sowieso schon wenigen Bäume sei nicht zu übersehen. Unverständlich war, dass die Baulücke an der Klosterstraße nicht geschlossen wird. Ein weiteres Thema war unter anderem die Wärmedämmung in historischen Gebäuden.

Stürmer machte deutlich, dass der Stadt mit dem Bebauungsplan und der Gestaltungssatzung wirkungsvolle, aber auch begrenzte Instrumente zur Verfügung stehen. In einigen Bereichen seien die Spielräume allerdings noch zu weit. Dies könne eine Zerstörung des Gesamtbildes zur Folge haben. "Deshalb wollen wir eine Überarbeitung der 30 Jahre alten Bebauungspläne und der Gestaltungssatzung", so Hans-Hermann Terkatz, Bauausschussmitglied für GO/Grüne. Ein weiteres Problem betrifft nahezu alle Kleinstädte am Niederrhein: die Konzentration auf den Tourismus unter Vernachlässigung der eigenen Bevölkerung und anderer Wirtschaftszweige. "So viel Urlaub kann ja keiner machen", so Stürmer.

Quelle: RP
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