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Geldern
RWE-Aktien - 82 Millionen Euro Minus

Geldern. Seit Jahresbeginn haben RWE-Aktien an der Börse rund 57 Prozent ihres Werts eingebüßt. Viele Kommunen, die in früheren Jahren auf den Energie-Riesen gesetzt haben, wollen inzwischen nur noch eines: die beinahe wertlosen "Wertpapiere" schnellstmöglich loswerden.

Auch im Kreis Kleve ist das so: Aus dem Jahresabschluss für das Jahr 2014, der dem Kreistag vorgelegt wurde, geht hervor, dass der Kreis die von der Opposition seit langem verlangte Wertberichtigung nun vorgenommen hat. Rund 82 Millionen Euro werden "gestrichen", weil die Aktien, die der Kreis einst für 25 Euro pro Stück kaufte, jetzt nur noch elf Euro wert sind.

Vor einigen Monaten hatten die FDP und Peter Philipps von der Wankumer Wählergemeinschaft verlangt, dass Landrat Wolfgang Spreen Auskunft gibt über den aktuellen Stand der Dinge. Laut Dietmar Gorißen von den Liberalen bringen die RWE-Aktien dem Kreis Kleve statt der erhofften vier nur noch maximal 1,5 Millionen Euro ein - das müsse der Bürger erfahren. "Das fehlende Geld müssen wir nämlich bei den Kommunen einsammeln." Es sei falsch gewesen, voll auf die RWE-Aktie zu setzen, statt das Risiko zu streuen.

Der Landrat führt aus, dass sich die Rücklage allein durch die vorgenommene Wertberichtigung der RWE-Aktien um rund 82,1 Millionen Euro vermindert. Das Eigenkapital habe sich innerhalb eines Jahres um 83,1 Millionen auf 121,5 Millionen verkleinert. Die Allgemeine Rücklage betrage noch 78,1 Millionen, die Ausgleichsrücklage noch 43,4 Millionen Euro - insgesamt also rund 121,5 Millionen Euro.

(nik)
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