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Geldern
Schüler organisieren Rockkonzert

Geldern: Schüler organisieren Rockkonzert
Die Musiker von "Betrayers of Babylon" heizten neben einer Vielzahl anderer Bands ordentlich ein. FOTO: Gerhard Seybert
Geldern. Festivalatmosphäre auf dem Schulhof des Lise-Meitner-Gymnasiums. Mehrere Bands spielen vor 350 meist jüngeren Zuschauern. Organisatoren des Projektkurses "Event-Management" zufrieden. Erlös geht an Straßenkinderprojekt. Von Yvonne Theunissen

Es wehte ein Hauch von Festivalfeeling über den Schulhof des Lise-Meitner-Gymnasiums (LMG) in Geldern, als am Samstag, das "Lise goes loud '17" startete. Dabei handelte es sich um eine Veranstaltung des Projektkurses "Event-Management" der elften Klasse.

15 Schüler und die beiden Lehrer Roland Bartsch und Peter Wagener planten bereits seit Anfang des Schuljahres und stellten ein beeindruckendes Projekt auf die Beine. Giovanna Lever aus dem Kurs freute sich: "Das ist das erste Mal, dass hier auf dem Schulhof so ein Festival ist. Tatsächlich ist es das erste Mal, dass auf dem Gelände Bier ausgeschenkt werden darf." Denn das gehöre zu einem echten Festival eben dazu, der Eindruck einer Schulveranstaltung solle gar nicht erst entstehen.

Und so zeigte sich der Schulhof bei sonnigem Wetter und angenehmen Temperaturen und dem Geruch von Grillwürstchen von seiner besten Seite, als gegen 17.30 Uhr die Lehrerband "50 Shades of Grades" als "Show-Opener" auf der Bühne stand. Sänger und Lehrer Christian Brauers präsentierte mit seinen Kollegen einige deutsche Songs, zum Beispiel von den Sportfreunden Stiller. Auf die Zugabe-Rufe reagierte er souverän: "Damit haben wir jetzt gar nicht gerechnet. Ja, wenn man keine Lieder mehr hat, spielt man eins doppelt."

Nach einer Umbaupause ging es mit der Schülerband der Musikschule "Plug'n'Play" namens "The Band Called Chicken" weiter, ehe ab dem frühen Abend die drei eingeladenen Bands rockten. Los ging es mit "Like A Mess", gefolgt von "Betrayers of Babylon", und den Schlusspunkt setzte die überregional bekannte Gruppe "Flash Forward". Während sich die ersten beiden Bands auf Coversongs beschränkten, lag der Schwerpunkt der drei Bands zum Finale auf eigenen Songs. Geboten wurde ein Spektrum von Reggae/Ska bis hin zu Rock/Pop.

Die Gelderner Gymnasiasten hatten auch die Bands im Rahmen des Kurses selbst organisiert, durch das Programm führte Schüler Malte Niel.

Gegen 22 Uhr hieß es dann offiziell "Ende im Gelände", und die 350 meist jüngeren Gäste zogen ab. Der Erlös aus Eintritten, Verpflegung, Tombola und Spenden geht an das Straßenkinderprojekt "offroad-kids" in Köln. Auch das eine bewusste Entscheidung der Organisatoren : "Wir dachten, das liegt nahe bei uns, weil wir alle Jugendliche sind, und es gibt genug Jugendliche, denen es auch hier in Deutschland oder speziell in Köln schlecht geht."

Giovanna Lever resümierte: "Wir sind total zufrieden. Alles ist nach Plan verlaufen, und die durchweg positiven Rückmeldungen freuen uns sehr. Deshalb hoffen wir natürlich, dass es am Lise nächstes Jahr noch mal laut wird."

Quelle: RP
 
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