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Issum
Seltene Efeu-Seidenbiene in Sevelen gesichtet

Issum. Sie ist nicht einfach nur eine Biene. Sie ist eine Efeu-Seidenbiene. Christa Kunellis ist froh, eine neue Wildbienenart am Niederrhein entdeckt zu haben. Fachmännisch heißt die Biene Colletes hederae und ist je nach Wetterlage im September und Oktober am Efeu zu entdecken. Aber eben in unserer Region so gut wie gar nicht, bestätigt Hermann-Josef Windeln vom Nabu. Dass Christa Kunellis sie entdeckt hat, hat damit zu tun, dass die Sevelenerin sich ausgiebig mit dem Thema Bienen beschäftigt hat, denn für den Laien sei der Unterschied zur Honigbiene nicht leicht zu erkennen, sagt der Nabu-Experte. Aber die Sevelenerin hat genau hingeschaut. "Sie ist fast so groß wie eine Honigbiene, aber an der Brust etwas stärker rot gefärbt", beschreibt Christa Kunellis das Aussehen. Außerdem legt sie die Flügel im Rücken zusammen, wenn sie die Blüten besucht. "Um der Efeu-Seidenbiene zu helfen, sollte man im eigenen Garten den Efeu seltener schneiden, damit er zur Blüte kommt", rät die Sevelenerin. Ausschließlich die Weibchen der Efeu-Seidenbiene sammeln den Pollen ein. Christa Kunellis und Hermann-Josef Windeln sind sich einig, dass die Klimaerwärmung eine Rolle spielt, warum sich diese Bienenart von Süddeutschland nun Richtung Norden ausbreitet. "Wir haben auch nachts höhere Temperaturen als früher", sagt Windeln. Das macht was mit den Tieren. "Es gibt Tiere, die kommen damit klar, andere nicht", sagt der Nabu-Experte.

Um sich ein genaueres Bild über die Verbreitung der Efeu-Seidenbiene am Niederrhein zu machen, bittet der Nabu um Mithilfe. Bitte eine Mail mit Bild der Fundbiene an windeln-geldern@online.de" schicken, wer meint eine solche Biene und nicht eine Honigbiene vor sich zu haben.

(bimo)
 
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