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Issum
Sie rücken Issum ins rechte Licht

Issum: Sie rücken Issum ins rechte Licht
FOTO: van Offern, Markus (mvo)
Issum. Der Fotoclub Lichtstark hat im Altbierdorf seine Anlaufstelle. Alle 14 Tage stellt er sich einem neuen Thema. Die neun Mitglieder lieben die Herausforderung und den Austausch. Für 2018 ist eine Ausstellung im His-Törchen geplant. Von Bianca Mokwa

Durch den Sucher der Kamera sieht die Welt anders aus. Wie unterschiedlich die Blickweisen sind, erleben die neun Mitglieder des 2015 gegründeten Fotoclubs Lichtstark bei ihren Treffen.

Typisch Niederrhein: Die Issumer Fleuth, umsäumt von Kopfweiden. FOTO: Fotoclub Lichtstark

"Für mich ist es Kunst", sagt Ulrike Albers-Riegel über Fotografie. Seit ihrer Jugend ist das ihr Ding. "Seit ich gesehen habe, dass ich mit einem Bild sehr viel ausdrücken kann." Hubert Brüggen nennt es "Spiel", sowohl mit der Technik als auch Ästhetik. Sie eint der Wille "die Fotografie nicht alleine zu machen, sondern die Bilder in einer Gruppe zur Diskussion zu stellen". So drückt es Reiner Gossen aus Oermten aus. Seit 45 Jahren widmet er sich der Fotografie, erst der in Schwarz-Weiß mit Entwicklung in der eigenen Kammer bis auf Postergröße.

Alle zwei Wochen stellen sich die Mitglieder einer neuen Herausforderung. Einer aus der Gruppe gibt ein Thema vor, alle setzen es um. "Ach du Schande" ist meist die erste Reaktion von Regina Zamzow. Eines der Themen waren Haushaltsgegenstände. Schon einmal versucht, einen Eierschneider gekonnt in Szene zu setzen? "Man bekommt ein Auge fürs Detail", sagt Zamzow. Im Fotoclub bekommt sie jede Menge Tipps zur Bildebearbeitung.

Blick auf die Herrlichkeitsmühle. FOTO: Fotoclub Lichtstark

Bei neun Mitgliedern hat jeder seinen eigenen Blick und seine Art der Umsetzung gefunden. Auf der Internetseite des Fotoclubs können die Ergebnisse angeschaut werden. "Ich taste mich mit der Kamera heran, mit verschiedenen Brennweiten", erklärt Brüggen seine Vorgehensweise. Im bunt gemischten Fotoclub stellt Kollegin Albers-Riegel durchaus einen Unterschied zwischen männlicher und weiblicher Fotografie fest. "Männer sind mehr technikorientiert, da geht es zum Beispiel erst einmal um die Brennweite, während Frauen erst fotografieren und dann diskutieren", sagt sie. Gossen ist im übrigen froh, dass die Internetseitengestaltung komplett in weiblicher Hand ist. Karina Vermöhlen und Regina Zamzow kümmern sich darum. Einen Vorsitzenden gibt es bei ihnen übrigens bewusst nicht. "Keine Hierachie, so gibt es auch keine Berührungsängste", lautet ihre Devise. Noch befinden sich die Mitglieder in der Findungsphase. Eine Ausstellung für 2018 im His-Törchen ist schon fest eingeplant. Bis dahin werden noch einige Themen umgesetzt und Touren gemacht. Die Mitglieder stammen aus Issum, Achterhoek, Winnekendonk, Kerken, Moers und Sonsbeck. Zusammen kommen sie im Issumer Forum Mutter Josepha. Alle weitere Kommunikation erfolgt übers Internet.

Quelle: RP
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