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Geldern
Skate-Anlage: Keine schnelle Lösung

Geldern. Die Politik rechnet derzeit nicht damit, dass eine neue Skate-Anlage in Geldern in diesem Jahr noch beschlossen wird. Noch weniger wird vermutet, dass größere Arbeiten begonnen werden. Die Lage ist derzeit vielmehr etwas unübersichtlich geworden.

Wie berichtet, gibt es den Wunsch des TTC Geldern-Veert, die vorhandene Anlage am Bollwerk zu ergänzen und dabei zu erweitern. Zugleich hat das benachbarte Friedrich-Spee-Gymnasium aber Bedarf an dem Gelände des Skateparks angemeldet: Man würde es gern für den Schulsport nutzen. Und es steht auch noch der Vorschlag im Raum, die Skate-Anlage durch eine komplette Beton-Skate-Landschaft zu ersetzen. Dann käme man mit dem bisher genutzten Platz gut aus, bei Kosten von rund 145.000 Euro.

Im Schulausschuss machte die CDU nun klar, dass sie zunächst mal nicht mehr als die im Haushalt veranschlagten 49.000 Euro für die Skate-Anlage ausgeben will. Über höhere Kosten könne man in den nächsten Haushaltsberatungen sprechen. Wobei zu beachten wäre: Auch von größeren Summen würde immer noch der Sportverein TTC ein Drittel bezahlen müssen. Seitens der SPD hieß es, man könne die Klagen des Spee-Gymnasiums über mangelhafte Möglichkeiten für den Schulsport durchaus nachvollziehen: "Unserer Ansicht nach ist es sinnvoll, sich das komplette Areal anzugucken." Die Schule argumentiert, dass es als derzeit einziges Gymnasium im Kreis einen "Leistungskurs Sport" anbietet. Diskuswurf unter Wettkampf- oder Prüfungsbedingungen sei derzeit nicht möglich, Hochsprung nur innerhalb der Halle, nicht mal die Laufbahn sei lang genug. Man müsse daher immer wieder auf Sportanlagen in Sonsbeck ausweichen.

Die Verwaltung will nun prüfen, ob und wie gegebenenfalls sowohl Skate- als auch Schulsporteinrichtungen auf dem Gelände Platz finden können. Und, ob es für einen Skate-Park gegebenenfalls Fördermittel gibt. Nach den Sommerferien will die Verwaltung dazu Vorschläge unterbreiten. Aus den Reihen der Skater kommt der Wunsch, vorerst wenigstens die vorhandene beschädigte Skate-Rampe am Bollwerk zu reparieren. Man werde dazu ein Angebot einholen, kündigte die Verwaltung an. Zugleich stellt sie aber fest, dass sie eine Reparatur nur für eine kurze Zeitspanne für unwirtschaftlich hält.

(szf)
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