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Gelderland
So fällt die Obsternte dieses Jahr aus

Gelderland: So fällt die Obsternte dieses Jahr aus
Achim Petkens vom Apfelhof und sein Sohn Markus in der neuen Plantage. Dort können Verbraucher jetzt selbst Äpfel pflücken. FOTO: Olaf Ostermann
Gelderland. Die ersten Äpfel sind da. Kalte Nächte sorgen für rotbackige Exemplare. Beim Familienbetrieb Petkens können Verbraucher bald selbst pflücken. Peter Krings (Omselshof) spricht von einer normalen Ernte. Von Bianca Mokwa

Seit Dienstag sind die ersten frühen Apfelsorten beim Obst- und Gemüseanbaubetrieb Petkens in Kerken erhältlich. Über das Wetter kann Obstbauer Achim Petkens nicht meckern, im Gegenteil. "Der Regen war gut, etwas schönes Wetter mit kühleren Nächten, es ist alles perfekt. Die Qualität wird hervorragend." Was die Menge angeht, so sei zu berücksichtigen, dass das vergangene Jahr ein sehr gutes war. Deswegen könne in diesem Jahr nicht von "weniger" gesprochen werden, sondern von einem durchschnittlichen Jahr.

Ähnlich sieht die Bewertung von Peter Krings vom Omselshof in Kerken aus. "Dieses Jahr haben wir eine normale Ernte", sagt er. Auch bei ihm wurden die ersten Äpfel der Sorte Delba frisch gepflückt. Leicht säuerlich im Geschmack, grün-gelb mit roten Backen, beschreibt er den Apfel der ersten Stunde. "Wir brauchen kalte Nächte, die Tag-Nacht-Schwankungen bringen die Farbe", erklärt der Obstbauer. Bereits seit Mitte August fragen die ersten Kunden nach den ersten frischen Äpfeln. Einen Favoriten aus seinen rund ein Dutzend Sorten könne er nicht ausmachen. "Die Leute warten auf ihre Sorte", weiß der Obstbauer. Sie fragen gezielt, etwa: "Wann ist mein Boskop wieder da?" Ab nächster Woche gibt es auf dem Omselshof die ersten Birnen. Mirabellen, Renekloden, die haben bald Saisonende. Zwetschgen und Pflaumen, die kommen bis Mitte oder sogar Ende September frisch vom Baum an die Ladentheke.

Beim Obst- und Gemüseanbaubetrieb Petkens können die Verbraucher in diesem Jahr erstmals selbst mit Korb durch die Apfelplantage ziehen und Früchte frisch vom Baum pflücken. 1200 Bäume stehen dort zur Verfügung. "Die Idee ist gewachsen", sagt Petkens. Starten soll die Selbst-Pflück-Saison Mitte September, voraussichtlich an den Wochenenden. Weil die Bäume alle nicht höher als zwei Meter sind, kann im Stehen, ohne Leiter geerntet werden. Vorher gibt es eine kleine Einweisung, denn es gibt schon den ein oder anderen Trick, um die Äpfel mühelos vom Zweig zu bekommen. Gepflanzt wurden die Bäume 2014. In diesem Jahr sind sie erstmals reif zur Ernte. Damit das mit dem Bestäuben klappt und weil es wenig Bienen gibt, wurden in die Plantage Fremdbestäuberbäume gesetzt, der sogenannte Wildapfel. Zugekaufte Hummelvölker tun ihr übriges, damit aus der Blüte eine Frucht werden kann. Auf dem Omselshof behilft man sich mit Bienenvölkern eines befreundeten Imkers.

Zurück zur Plantage für Selbstpflücker. Die Äpfel gibt es zu einem Vorteilspreis, weil Ernte- und Lagerkosten entfallen. Ein Pflückkorb ist im Preis enthalten. An den Bäumen hängen Äpfel der Sorten Boskop, Gala, ein "Allergiker-Apfel" und Elstar. "Aber Elstar ist nicht gleich Elstar", klärt Petkens auf. So wie nicht jede Kartoffel gleich sei, so ist es mit dem Elstarapfel. Die Art, die an seinen Bäumen hängt, ist fein-säuerlich und bekömmlich, beschreibt er das Geschmackserlebnis.

Um schmackhaft zu bleiben, sollten Äpfel in einem kühlen Raum gelagert werden, zum Beispiel im belüfteten Keller, Garage oder einer überdachten Terrasse, so Petkens.

Quelle: RP
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