| 00.00 Uhr

Geldern
So sehen Gelderner Fotografen ihre Heimat

Geldern: So sehen Gelderner Fotografen ihre Heimat
Zauberhafte Landschaft: Die Fleuthbrücke bei Winnekendonk, von Uwe Brammen mit der Kamera dokumentiert. FOTO: Uwe Brammen
Geldern. Ein gutes Auge, die richtige Szene und viel Übung braucht man für die perfekte Aufnahme. Von Monika Kriegel

Bis zu zwei Dutzend Fotobegeisterte sprechen einmal im Monat über Technik, Licht, Blende, Kamera, Models und Posen, Bildbearbeitung, Neuigkeiten aus der Fotowelt. Einer von ihnen ist Joachim Krüger. Der Gelderner ist schon "Fotograf seit immer", wie der 58-Jährige behauptet. Er habe seine erste Spiegelreflex-Kamera vom Vater nach der Konfirmation gekauft, nach und nach die Ausrüstung verfeinert. "Vor ungefähr 17 Jahren bin ich auf digital umgestiegen, damals eine Canon 300 D. Das macht das Hobby etwas erschwinglicher", so Krüger.

Mit Infrarot-Fotografie hielt Detlef Timmer die Winterlandschaft an der Kapellener Mühle fest. FOTO: Detlef Timmer

Außer Acht sollte jeder Fotofreund nicht den Faktor "Freizeit" lassen. Die Familie müsste zumindest Verständnis dafür aufbringen. Krüger löst es auf seine Weise: "People und Animals halte ich am liebsten digital fest. Meine Tochter, meine Frau und Schneeleoparden - im Krefelder Zoo." "Schon wieder dieser Steg", raunt ein Fotofreund bei der Präsentation einzelner Bilder von Detlev Timmer. Er zeigt die neuesten Aufnahmen mit einem Modell. "Ich habe mir einen weißen Fallschirm im Internet bestellt, dem Model eine Korsage angezogen und dann den Fallschirm hüftabwärts ausgebreitet", erklärt Gocher seine Idee für Bilder mit dem Weitwinkel-Objektiv. Vor über 40 Jahren habe er von dem Profi, dem "alten Hasen" in Sachen Fotografie Fritz Getlinger, die Tipps verinnerlicht: "Erst einmal um das Objekt herumgehen. Drei wichtige Utensilien gehören zur Ausrüstung: Schere, Stiefel und Leiter." Detlev Timmer gibt sein Wissen in VHS-Kursen weiter.

Uwe Brammen dagegen tastet sich noch heran. "Etwa vier bis fünf Jahre fotografiere ich. Porträts finde ich noch schwierig, Hunde? Ja bitte!", favorisiert er sein Objekt vor der Linse. Der Winnekendonker bleibt neugierig, probiert alles aus. Ihm dient der Fotostammtisch in Geldern als Plattform unter Gleichgesinnten und Erfahrenen. Eine eindrucksvolle Bildserie möchte Peter Leger nicht vorenthalten. Seit 1979 konzentriert sich der Gelderner auf Menschen und Gesichter, Nachtaufnahmen. Von seinem Aufenthalt in Indien präsentiert er eindrucksvolle Lichtszenen aus den Straßen indischer Großstädte. "Um eine Rasur am Straßenrand zu fotografieren, haben die Menschen die Hand aufgehalten. Es hat mich umgerechnet zwei Tassen Tee gekostet, ich hatte tolle Bilder und die Menschen waren zufrieden", erzählt der Fotograf. Doch wie blickt ein Hobbyfotograf angesichts der Fülle von Digitalbildern eigentlich noch durch? "Die Schönsten drucke ich aus", erzählt der Fotofan. Und in einer Sache stimmen die rund zwei Dutzend Fotofreunde überein. Um solche und ähnliche Fotos zu präsentieren, benötigen sie: ein gutes Auge, die richtige Szene, Ideen, und grundsätzlich gilt es zu üben, üben, üben. Zum nächsten Stammtisch treffen sich die Fotofreunde am 10. August im "Schwarzbrenner" in Geldern. Genug Zeit, um bis dahin auf Motiv-Jagd zu gehen zum Thema des Monats "Natur und Technik".

Immer wieder ein eindrucksvolles Motiv: Schloss Haag in Geldern, fotografiert von Joachim Krüger. FOTO: Joachim Krüger
Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Geldern: So sehen Gelderner Fotografen ihre Heimat


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.