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Geldern
Sozialdemokraten wollen ein Integrationskonzept für Geldern

Geldern: Sozialdemokraten wollen ein Integrationskonzept für Geldern
Hejo Eicker ist Fraktionsvorsitzender der SPD in Geldern. FOTO: SPD
Geldern. Die Gelderner Stadtverwaltung soll eine Vorstellung davon entfalten, "was wir in den nächsten Jahren in Geldern machen müssen", wünscht Hejo Eicker, Fraktionschef der SPD. Seine Partei beantragt ein "Integrationskonzept" für die Stadt. Das biete "Hilfestellung für die Kommunalverwaltung und die ehrenamtlichen Helfer. Der Integrationsprozess wird so planbarer und zielführender", schreibt die SPD.

"Es gibt viele Leute, die was tun. Aber ich habe den Eindruck, dass der Zusammenhang fehlt", erläutert Eicker den Sinn der Sache. Eventuell werde gelegentlich schon am Bedarf vorbei gearbeitet. Es sei wichtig, "dass wir unsere Strukturen, Bedarfe und Angebote mal zusammenfassen." Es gebe bis heute keine zentrale Informationsplattform für die Akteure der Flüchtlingshilfe.

Alle Helfer, von den hauptamtlich damit beauftragten über Ehrenamtler bis hin zu Vereinen, die sich irgendwie einbringen wollten, könnten durch ein Integrationskonzept die Chance zur Vernetzung und Unterstützung bekommen - so, dass sie nicht aneinander vorbei agieren. Das neue Konzept solle also "die Integration unter Berücksichtigung aller Lebensbereiche und aller ehrenamtlichen und hauptamtlichen Akteure zum Ziel haben", heißt es im Antrag.

Nicht selten hingen Organisationen wie Vereine heute in der Luft: "Wir müssten eigentlich was für Flüchtlinge tun - aber was? Und wie fasst man das an?", beschreibt Eicker.

Bestandteil eines Integrationskonzeptes wären auch Fragen der Stadtentwicklung, des Bauens und des Wohnens. Noch ist das ehemalige Finanzamt am Mühlenturm vom Land genutzt und mit Flüchtlingen belegt. Wenn das Land sich daraus irgendwann zurückzieht, "wäre es nicht vielleicht sinnvoll, dass die Stadt Geldern darüber verfügt?", fragt Eicker.

Jedenfalls sei es von Bedeutung, mögliche zukünftige Entwicklungen früh zu durchdenken. Sollte es seitens der Stadtverwaltung schon "konzeptionelle Überlegungen" geben, umso besser, meint die Gelderner SPD. Das solle der Politik dann bei nächster Gelegenheit vorgestellt werden. Falls es aber noch keine Pläne gibt, dann sollten welche erstellt werden.

Außerdem soll "die bereits seit längerem ausstehende zweite Flüchtlingskonferenz durchgeführt werden", verlangt die SPD weiter. Die erste Flüchtlingskonferenz mit Vertretern von Stadt, Caritasverband und aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen war im Juni 2015.

(szf)
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