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Geldern
Sphärische Klänge aus Mittelerde in Walbeck

Geldern: Sphärische Klänge aus Mittelerde in Walbeck
Sängerin Monika Stienen war fantasievoll verkleidet. FOTO: Seybert
Geldern. "Faelend" ist Elbisch und bedeutet "Seelenreise". Ein passender Name für die aus Geldern stammende Fantasy-Pop-Band, die tief in die Mythologie von J.R.R. Tolkiens "Herr der Ringe"-Universum eintaucht und viele ihrer Stücke direkt in jener elbischen Sprache präsentiert, die der literarische Meister damals für sein Epos entworfen hat.

"Sie sind eine der ersten Bands, welche die Tolkiensprache in ihre Lieder eingebaut hat", erklärte Fan Harald Chocholacs aus Neuss, der als Zwerg verkleidet am Wochenende auf Schloss Walbeck dabei war.

Zum zweiten Mal verzauberte "Faelend" nach ihrem Auftritt zur Jahresmitte Freunde von Tolkiens Welt und alle, die offen sind für neue Hör-Erlebnisse. "Es klingt wunderbar", fand Chocholacs. "Es hört sich richtig geheimnisvoll und sehnsüchtig an." Die als Elbin erschienene Andrea Rodegro aus Waltrop stimmte zu: "Ich mag den Beat, diese teilweise dunkle Musik, die aber kombiniert mit der hellen Stimme der Sängerin einfach etwas ganz Besonderes ist."

"Faelend", das waren 2008 Frank und Monika Stienen sowie der aus Okinawa stammende und über San Francisco zu der Gruppe gestoßene Ben Paderna, die erst einmal einen Probe-Song aufgenommen hatten und dachten: "Da müssen wir eine Band draus machen." Seit 2013 tourt "Faelend" durch Mittelalter-Feste und Tolkien-Veranstaltungen und sorgt mit magischem Charme für gelungene Auftritte. Die Mischung aus elektronischen Elementen und der - für zumindest etliche Zuhörer - fremdartigen Elbensprache und sogar rockigen Elementen verbindet sich zu einem speziellen, unverwechselbaren Sound. Von langsamen, getragenen Stücken wie dem titelgebenden Track "Faelend" bis zu knalligen Kompositionen wie "The Veil" hat die Gruppe den Vorteil, dass ihre Musik extrem abwechslungsreich ist. Und die Zuhörer auf Schloss Walbeck waren begeistert. Bereits beim zweiten Lied klatschten die Besucher ohne zusätzliche Aufforderung mit, denn die hyper-variablen Kompositionen verlocken dazu, einzusteigen und sich in den Melodien zu verlieren.

Aktuell besteht "Faelend" aus sieben Musikern mit einem neun- bis elfköpfigen Chor. Beim Auftritt am Wochenende gab es Zwischen-Elemente, etwa die Einlage des jungen Jason Kehnen (12) bei "Pippin's Song" sowie Gastauftritte von "Stryder" aus Herford sowie des Duos Sabine Brockmann und Diane Furth mit irischen Rahmen-Trommeln.

2016 erscheint das erste große Album von "Faelend", Anfang des Jahres soll auf Schloss Walbeck ein Musikvideo gedreht werden. Dazu sucht die Band nach Statisten sowie einem Drachen. Wer also mögliche Effekt-Erfahrung hat, sollte sich auf der Facebook-Seite der magisch klingenden Gruppe melden.

(cnk)
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