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Radsport
400 Radsportler rollen durch Kleve

Radsport: 400 Radsportler rollen durch Kleve
Faszinierende Bilder auf Kleves Straßen: Mit hohen Geschwindigkeiten legten sich die Rennfahrer in die Kurven. Die trockenen Bedingungen am Wochenende ließen das zu. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Dominik Ivo gewinnt das 19. Radrennen um das Tönnissen-Center in Kleve. Auch Tour-de-France-Teilnehmer Simon Geschke begeistert das Publikum. Äußere Bedingungen bieten den Sportlern einen idealen Rahmen. Von Maarten Oversteegen

Rennrad, Fahrrad, Einrad, Laufrad - beim traditionellen Radrennen rund um das Tönnissen-Center in Kleve war alles am Start - auch aus dem Gelderland.

Insgesamt 400 Teilnehmer in zwölf Kategorien konnten von Moderator Boris Fastring ins Rennen geschickt werden. Für die Sicherheit um und auf der Strecke sorgten viele Freiwillige des THW und der Feuerwehr sowie viele Helfer der Radrenngemeinschaft Kleverland. Dieses Engagement wusste auch Organisator Rudi Tönnissen zu schätzen: "Auf die vielen Freiwilligen kann man sich immer verlassen. Gleiches gilt für die mehr als 100 Sponsoren, die sich hier sehr verdient gemacht haben." Doch nicht nur die Engagierten abseits der Strecke sorgten für einen reibungslosen Ablauf, auch das Wetter spielte den Teilnehmern in die Karten.

Bei Sonnenschein radelten die Sportler quasi um die Wette. "Im vorigen Jahr waren wir komplett nass. Petrus war diesmal aber auf unserer Seite", sagte Fastring. Auch deshalb fanden so viele Zuschauer den Weg zur Albersallee. "So viele Zuschauer hatten wir höchstens bei der Teilnahme von Jens Voigt."

Dafür, dass der Tag auch für alle Sportler ein besonderer war, sorgten die vielen passionierten Fans am Wegesrand, die die Fahrer lautstark anfeuerten und so letzte Kraftreserven mobilisierten. Für einen besonderen Andrang von Radrennbegeisterten wusste Simon Geschke zu sorgen, der 2015 eine Etappe der Tour-de- France gewann und sich viel Zeit für Autogramme und Selfies nahm. Er legte den Fokus aber auch auf das sportliche Ziel: "Solche Rennen liegen mir eigentlich nicht besonders. Aber ich will nicht nur mitrollen", sagte er. Die Veranstalter sprachen von Glück, Geschke begrüßen zu können. "Ich habe in diesem Jahr bereits einige größere Rennen bestritten. Kleve ist ein gutes Training. Ich freue mich sehr auf die Atmosphäre hier. Es wird eine tolle Show", sagte Geschke vor dem Start. Im Rennen fuhr er zwar lange in der Spitzengruppe mit, es reichte letztlich aber nur für den siebten Platz. Bei der Zieleinfahrt führte Dominik Ivo (RV Blitz Spich) das Feld an und holte am Ende auch den Sieg. Den zweiten Preis gewann Aaron Grosser (Team Sauerland), Dritter wurde Dennis Klemme (Harvestehuder RSV). Den Zuschauern wurde aber neben dem Radsport auch ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten. So konnten Besucher über den Trödelmarkt schlendern, zum Kinderschminken wurde geladen und für den Fußball-Nachwuchs organisierte die Spielvereinigung Materborn unter der Leitung von Markus Maas den so genannten "Rewe-Rumpcza-Cup" für die Altersklassen F- und E-Jugend. Ein weiterer Höhepunkt stellte das Einradrennen mit 13 Sportlern dar, die die Veranstaltung auch nutzen wolten, um mehr Aufmerksamkeit für ihren Nischensport zu generieren: "Es gibt leider zu wenig Aufmerksamkeit für Einradsport", sagte Farjo Wojtek, Veranstalter des Einradrennens.

Das Rennen gewannen - wie im vorigen Jahr - die Schwestern Aline und Leonie Czimek aus Dorsten. Besonderen Ehrgeiz zeigte Lokalmatador Davian Lousee, der die letzte Runde mit Beinkrampf fahren musste und sich direkt nach Überschreiten der Ziellinie von seinem Rad fallen ließ. Zuvor war der Niederländer Dennis Willems (AR/TV DE Adelaar) als Erster über die Ziellinie gerollt. Für Begeisterung sorgte auch das Firmenrennen. Mit origineller Verkleidung präsentierte sich das Team der Sparkasse, die mit Space-Shuttle-Outfits auftraten. Das verhalf ihnen aber nicht zu einer überirdischen Leistung. Sie mussten sich dem Team von "Feuerschutz van Heesch" geschlagen geben.

Das Tönnissen-Radrennen richtet sich aber traditionell nicht nur an "große" Sportler, sondern auch an den Nachwuchs. Unter väterlicher Begleitung - und mitunter auf Laufrädern - machten fast 50 "Minis" nicht nur ihre Angehörigen am Wegesrand stolz, sondern erhielten auch vom Publikum besonders lautstarken Applaus. Dafür steht das Radrennen an der Albersallee eben. Egal, ob man mit einem Tour-de-France-Rennrad oder einem Laufrad antritt - für Applaus, Anerkennung und Zuschauer ist immer bestens gesorgt.

Quelle: RP
 
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