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Handball
Abstiegskampf gehört zum Fremdwortschatz

Handball: Abstiegskampf gehört zum Fremdwortschatz
Diese ATV-Auswahl möchte den Lohn für harte Arbeit in der Vorbereitung ernten: Birga van Neerven, Naomi Akeredolu, Pia Kühn, Lisa Kunert, Lisa Beyer, Svenja Rottwinkel, Meike Löwenthal (oben v.l.), Carina Schütten, Fabienne Huppers, Pia Rütten, Lea Bleckmann, Jaqueline Gilej (Mitte v.l.); Trainerin Dagmara Kowalska, Angelina Huppers, Melanie Schindowski, Nadja Leuf, Tugce Cengiz, Lena Heimes und Co-Trainer Georg van Neerven (untere Reihe v.l.). Es fehlen Maike Kern, Torwarttrainer Dietmar Winter und Physiotherapeut Christian Waltering. FOTO: Roland Beyer
Aldekerk. Dritte Handball-Liga West der Frauen: Die zweite Saison nach einem Aufstieg hat ihre besonderen Tücken - so lautet jedenfalls eine alte Sportlerweisheit. Doch Dagmara Kowalska, Trainerin der Drittliga- Handballerinnen des TV Aldekerk, hält von solchen Sprüchen überhaupt nichts und bleibt im Vorfeld der neuen Spielzeit ganz gelassen: "Die Liga ist ohnehin stark. Wir nehmen es, wie es kommt." Von Carsten Bleckmann

Ab sofort bekommen es die Grün-Weißen gleich mit vier Reserve-Mannschaften von Bundesligisten zu tun. Neben Borussia Dortmund und TSV Bayer 04 Leverkusen schicken diesmal auch die HSG Blomberg und der VfL Oldenburg ihren Unterbau ins Rennen. Hinzu gesellt sich der benachbarte Zweitliga-Absteiger TuS Lintfort, der ebenfalls sehr stark einzuschätzen ist. Diese Mannschaften gehören ebenso wie das Spitzenteam des 1. FC Köln zum großen Kreis der Titelaspiranten, in dem sich kein eindeutiger Topfavorit erkennen lässt.

Die Aldekerkerinnen haben sich in jedem Fall gut und intensiv vorbereitet, um in diesem illustren Kreis eine gute Rolle spielen zu können. "Wir wollen nach Möglichkeit von Anfang an nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben", sagt die Trainerin. "Und ich bin zuversichtlich, dass uns das gelingt." Der Optimismus ist durchaus berechtigt. Denn die Mannschaft hat hart gearbeitet - vor allem die Konditionseinheiten werden den Spielerinnen wahrscheinlich noch lange in Erinnerung bleiben. Der lange Atem soll in der kommenden Saison mit dem einen oder anderen Punkt auf der Habenseite honoriert werden. Auf eine konkrete Zielsetzung möchte sich die ehemalige polnische Nationalspielerin im Vorfeld allerdings nicht festlegen. "Ich will nicht jetzt schon über eine mögliche Endplatzierung reden. Nach den ersten drei oder vier Spielen dürften wir schon etwas klarer sehen", sagt Kowalska.

Der Kader ist im Vergleich zur Vorsaison in der Dritten Liga West etwas breiter aufgestellt. Aus Leverkusen sind Torhüterin Nadja Leuf und Rückraumspielerin Jaqueline Gilej zurückgekehrt - beide waren schon in der Jugend im grün-weißen Trikot im Einsatz. Kreisläuferin Meike Löwenthal ist aus den Reihen der zweiten Aldekerker Mannschaft aufgerückt. "Ein breiter Kader bedeutet Konkurrenz. Und die belebt bekanntlich das Geschäft", erklärt Kowalska. Auch die Vorbereitung, in deren Verlauf sich Naomi Akeredolu und Jaqueline Gilej verletzt haben, verdeutlichten die Vorteile eines breiten Kaders. "Wir können wesentlich variabler auftreten", bringt Kowalska den entscheidenden Vorteil eines 18er-Kaders auf den Punkt.

Zum Saisonstart dürfen sich die Fans auf das Duell mit dem TSV Bayer Leverkusen II freuen, das am Samstag um 16 Uhr in der Vogteihalle beginnt. Die Gäste treten mit vielen Jugendnationalspielerinnen an und werden dem ATV zum Auftakt alles abverlangen.

Quelle: RP
 
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