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Lokalsport
Abstiegskandidat Herongen trumpft auf / Kurioses in Weeze

Gelderland. Die Gruppe 2 der Fußball-Kreisliga B förderte im Weezer Sportzentrum ein Kuriosum zu Tage. Schiedsrichter Heckes entschied während der Pause, er müsse jetzt abbrechen, da der arg ramponierte Rasen nicht mehr zu bespielen sei. Von Niklas Hegmans

SV Herongen II - Germania Wemb 4:1 (4:0). Der Abstiegskandidat aus Herongen hat für die große Überraschung des Spieltags gesorgt. Gegen die Germania, die in der vergangenen Woche noch den SuS Kalkar besiegt hatte, fuhr der Trupp von Peter Orlowski einen ungefährdeten 4:1-Sieg ein. "In der ersten Halbzeit haben uns jegliche Grundtugenden gefehlt", erklärte Wembs Coach Yüksel Taylan den uneinholbaren Rückstand zur Pause. Weil die Gäste viel zu offensiv agierten und den erstaunlich offensivfreudigen Herongern zahlreiche Räume boten, ließen die sich nicht lang bitten. Martin Schmitz eröffnete den Torreigen nach zehn Minuten, David Köhler legte per Distanzschuss und nach einem Wember Abwehrfehler doppelt nach. Kurz vor der Pause erzielte Steffen Mirer noch das entscheidende vierte Tor. Nach der Pause zogen die Hausherren sich weiter zurück und überließen das Spielen der Germania. "Da sind wir besser im Spiel gewesen, hatten aber keine Chance mehr, das Spiel noch zu drehen", sagte Taylan. Gegen die nun dicht gestaffelte Defensive der Blau-Weißen gelang Rustam Kudratow in der Nachspielzeit nur noch Ergebniskosmetik, kurz zuvor hatte Wembs Kapitän Sebastian Jas nach grobem Foulspiel Rot gesehen. Herongen setzt sich damit an die Spitze der Kellerkinder.

SuS Kalkar - SV Veert II 4:1 (0:0). Dass sich Kalkar nach der Niederlage in Wemb zum zweiten Mal einen Patzer erlauben würde, war ohnehin unwahrscheinlich - zumal der SuS zu Hause antrat. Das Spiel gegen den Veerter Aufsteiger war dann auch eine eher einseitige Angelegenheit. "Kalkar war drückend überlegen und hätte schon vor der Pause führen müssen", gestand Thomas Röller, Trainer des Spielvereins. Was die Hausherren daran hinderte: Veerts Torwart Thorben Kleinstäuber. "Wie viele Hundertprozentige er vereitelt hat, kann ich gar nicht zählen", verteilte Röller ein Sonderlob. Nach der Pause war es dann aber doch so weit: Kalkar erhöhte den Druck noch mehr und kam schnell zu zwei Toren. Geschlagen war Veert damit aber noch nicht. Jan Aengenvoort nutzte eine der wenigen Chancen zum Anschluss, der den Gästen ein wenig Auftrieb gab. Als der SuS allerdings schnell einen Abwehrfehler nutzte und den alten Abstand wiederherstellte, war die Partie verdientermaßen zu Gunsten des Favoriten entschieden.

TSV Weeze II - Union Kervenheim abbr. Die Liga ist um ein Kuriosum reicher: Der Spielabbruch der Partie in Weeze mutete doch etwas eigenartig an. Auf einem zweifelsohne nicht Teppich ähnlichen Platz hatten die Kontrahenten die erste Halbzeit bereits absolviert. "Da haben wir das beste Spiel der Saison geliefert", lobte Weezes Trainer Christoph Tönnißen seine Mannen, die zu diesem Zeitpunkt auch schon mit 3:0 in Führung lagen und den Sieg somit praktisch in trockenen Tüchern hatten - wäre da nicht die Hiobsbotschaft gewesen, die der TSV erhielt, als er aus der Kabine kam. "Der Schiedsrichter hat uns da mitgeteilt, dass er das Spiel abbrechen werde, da das Spielfeld nicht mehr bespielbar sei", erklärte Tönnißen. Gesagt, getan: Der Unparteiische Markus Heckes beendete das Duell, sodass die Partie in einigen Wochen neuangesetzt werden wird.

Quelle: RP
 
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